1) Jaulen, stinken, beißen
2) Tiere illegal eingeschläfert
3) Kampfhunde an Wachdienst - Behörde zahlt
4) Ölpest bedroht die Nordsee-Vögel
5) Marburg soll für Hundebiss zahlen
6) Kinder und Hunde: - So klappt's mit dem besten Freund
7) „Das Tier muss ausbaden, was der Mensch angerichtet hat“
8) Tierquäler geständig
9) Verstößt Zoohandlung gegen Tierschutzgesetz?
Jaulen, stinken, beißen
In Hohengörsdorf wird ein Huskyrudel nicht artgerecht gehalten / Besitzer
fühlen sich denunziert
HOHENGÖRSDORF -
Vor dem Fachwerkhaus stapelt sich Sperrmüll. Durch kleine Löcher in einem
mannshohen Lattenzaun gucken neugierig Huskyaugen. Aufgeregtes Bellen aus
Hundekehlen schlägt dem Besucher entgegen. Ihretwegen steht der Hof von
Simone Weise und Richard Wagner in Hohengörsdorf im öffentlichen Interesse.
„Auf diesem Grundstück werden viel zu viele Hunde eingepfercht“, sagen
Hohengörsdorfer wie Heidrun Stahn, Monika Gulinski, Familie Schütze und
Irene Müller übereinstimmend. „Es stinkt und ist laut.“ Immer wieder – auch
nachts – würden sie Schmerzensschreie von zerbissenen Hunden hören. Aber
besonders um den achtjährigen Sohn des Paares machen sich die Nachbarn
Sorgen. „Als die Familie herzog, gab es in dem Haus kein Wasser und keinen
Strom“, sagt Monika Gulinski. Aus Sorge hätten die Nachbarn schon das
Jugendamt informiert. Ob es tätig wurde, habe man nicht beobachten können.
„Alles in Ordnung“, beteuert dagegen Simone Weise. Sie ist inzwischen
offiziell die Halterin der Huskys. Ihrem Lebensgefährten wurde schon vor
Monaten wegen unsachgemäßer Unterbringung amtlicherseits ein
Hundehaltungsverbot auferlegt. Es heißt, die 15 Huskys hätten nur etwa 60
Quadratmeter Lauffläche. Simone Weise spricht von 220 Quadratmetern in Hof
und Scheune.
Die MAZ berichtete bereits in den vergangenen zwei Jahren über die
Husky-Haltung – erst in Schlenzer, dann in Werbig. Damals forderten Behörden
von den Haltern, die Zustände für die Tiere zu verbessern und das Rudel zu
verkleinern. Als nichts geschah, nahmen die Behörden 17Hunde weg. Inzwischen
sind es wieder so viele, da Welpen nicht verkauft werden konnten.
„Ursprünglich wollten wir mit den Hunden Sport treiben“, sagt Simone Weise.
Da sie schwanger ist, sei das nun nicht möglich. Von dem Plan hat Richard
Wagner schon vor drei Jahren erzählt. Mit Schlittenhundefahrten wollte sich
das Paar ein Standbein schaffen. Die amtliche Erlaubnis wurde ihm entzogen.
Außerdem hätten die häufigen Umzüge die Pläne scheitern lassen, so das Paar.
Durch den Dauerstress seien weder die Familie noch die Tiere zur Ruhe
gekommen. Simone Weise und Richard Wagner sehen sich auf der Flucht vor
Tierschützern, die sie wegen der Hundehaltung anfeinden und denunzieren
würden.
Der Verein „Aktion Tier“ hat kürzlich in einer Presseerklärung die Zustände
in Höhengörsdorf kritisiert. „Die Hunde stehen knietief im Morast. Überall
liegt Müll herum. Der Gestank nach Abfall, Kot und Urin ist unerträglich“,
schreiben die Tierschützer. „Bei meinem letzten Besuch tummelten sich
mehrere Würfe im Dreck, umrandet von einem hohen Kotberg, ohne Wasser und
damals ohne Unterstand. Inzwischen soll den Hunden wenigstens die Scheune
geöffnet worden sein“, sagt Ursula Bauer von „Aktion Tier“. Es komme ständig
zu Beißereien. Nach ihrer Einschätzung „haben die Hunde noch nie einen
Tierarzt gesehen“. Doch denkt sie auch, dass es ein Fall von „Animal
Hoarding“ ist, wobei die Tieren ohne Kontrolle gehalten werden. „Die Halter
haben deutlich den Überblick verloren.“
Simone Weise wehrt sich gegen solche Vorwürfe. Gegenüber der MAZ erklärte
sie: „Die Hunde bekommen zehn bis 15 Kilogramm Trockenfutter täglich. Da wir
es jedoch wegen der Mäuse nicht lagern können, holen wir jeden zweiten Tag
eine Fuhre von einem Bekannten.“ Außerdem seien die Hunde bei einem Tierarzt
in der Nähe von Beelitz in Behandlung. Eine jährliche Impfung sei nicht
erforderlich, entwurmt würden die Hunde alle drei Monate mit Panacur, das
man sich selbst besorge, sagt sie. Der Kot würde auf einem Misthaufen
entsorgt.
In der Tierarztpraxis seien bislang nur zwei akut erkrankte Welpen
vorgestellt worden, hießt es auf Anfrage. Den restlichen Bestand habe man
dort nie gesehen. Der ehemals behandelnde Tierarzt, Rolf Görner aus Werbig,
hatte seine Tätigkeit für die Hundehalter schon vor langer Zeit eingestellt,
berichtet er. Hohe Rechnungen seien nie bezahlt worden.
Bei einem Rüden fällt aber ein blutrotes, zerfetztes Ohr ins Auge. Die Wunde
hat ihm offensichtlich ein anderer Husky zugefügt und wurde noch nicht
behandelt. „Das kommt daher, dass die sogenannten Tierschützer immer etwas
über den Zaun werfen und die Hunde nervös machen“, sagt Simone Weise
ärgerlich. Fünf Hunde würden sich nicht sehr gut miteinander verstehen und
sollen kurzfristig abgeschafft werden.
Auch in der Umgebung haben Simone Weise und Richard Wagner wenige
Sympathisanten – trotz ihres Einsatzes im Tierpark Dahme, beim
Behindertenverein in Jüterbog oder bei privaten Kindergeburtstagen. „Wir
möchten, dass die Hundezahl reduziert wird und die Tiere artgerecht gehalten
werden“, sagt Hohengörsdorfs Ortsvorsteher Horst Lehmann. „Es darf weder
länger zu einer Geruchs- noch zu einer Lärmbelästigung kommen.“
Längst bleibt auch Sohn Dustin nicht mehr von den Problemen verschont – so
sehr sich Familie Weise/Wagner sich das für ihn wünscht. „Die Hunde sind
seine soziale Stütze und psychisch für ihn sehr wichtig“, sagt seine Mutter,
„sie sind seine Freunde, er ist mit ihnen aufgewachsen.“ Unter anderen
Kindern zum Beispiel an der Schule sei er eher ein Außenseiter. (Von Susanne
Aukschun)
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11130694/61939/In_Hohengoersd
orf_wird_ein_Huskyrudel_nicht_artgerecht_gehalten.html
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Friedrichshafen
Tiere illegal eingeschläfert
VON KERSTIN MOMMSEN
Eckhard Geiger, Richter am Amtsgericht Tettnang, bestätigte gegenüber dem
SÜDKURIER, dass die Strafbefehle gegen die Tierheimleitung und den
zuständigen Tierarzt rechtskräftig sind. Nur die Höhe der Geldstrafen steht
noch nicht fest. Tierheimleiterin Doris Philipp, Stellvertreterin Katja
Teifke sowie Tierarzt Iven Heinrich haben danach gegen das
Betäubungsmittelgesetz verstoßen. Ohne Beteiligung des Tierarztes wurden
Katzen und Kleintiere eingeschläfert.
Im Tierheim Friedrichshafen wurden in 84 Fällen Tiere eingeschläfert, obwohl
kein Tierarzt anwesend war.
Friedrichshafen - Noch im September hatten die Verantwortlichen gegenüber
dem SÜDKURIER ihre Unschuld beteuert. Doris Philipp, Leiterin des Tierheims,
versicherte damals: "Ich operiere nicht."
Auch ihr Lebensgefährte, der für das Tierheim zuständige Veterinär Dr. Iven
Heinrich, wehrte sich damals gegen die Vorwürfe. Doris Philipp assistiere
ihm lediglich, sagte Heinrich damals dem SÜDKURIER.
Doch nach Ansicht des Amtsgerichts Tettnang sowie der Staatsanwaltschaft
Ravensburg liegen die Dinge wohl ein wenig anders.M THEMA
Eine ehemalige Mitarbeiterin, Christine Schupp aus Meckenbeuren, hatte gegen
das Tierheim im März vergangenen Jahres Anzeige erstattet.
Gegen die drei Beschuldigten wurde Strafbefehl erlassen. Nach Auskunft des
Sprechers der Staatsanwaltschaft, Karl-Josef Diehl, geht es um Verstöße
gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie Urkundenfälschung.
Tierarzt Iven Heinrich hat das Betäubungsmittel Pentobarbital, das zum
Einschläfern der Tiere benutzt wird, den Tierheimmitarbeitern überlassen.
Zudem hat er die Erlaubnis gegeben, seine Unterschrift zu fälschen. Bei
Tierheimleiterin Doris Philipp ist der Strafbefehl zum Tatvorwurf, sie habe
sechs Katzen sowie 18 Kleintiere eingeschläfert, rechtskräftig. Katja
Teifke, stellvertretende Leiterin, hat laut Staatsanwaltschaft 40 Katzen
sowie zehn weitere Tiere eingeschläfert.
Eigentlich muss immer ein Tierarzt bei Einschläferungen zugegen sein. Zudem
hat Katja Teifke in 60 Fällen Urkundenfälschung begangen. "Der Strafbefehl
ist bezüglich der Tatvorwürfe rechtskräftig", bestätigt Richter Eckhard
Geiger. Das Verfahren wird in wenigen Tagen abgeschlossen sein, zurzeit wird
noch über die Höhe der jeweiligen Geldstrafen verhandelt.
Tierheimleiterin Doris Philipp akzeptierte den Strafbefehl.
http://www.suedkurier.de/region/friedrichshafen/art1063,3048388
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Tierschutzverein Illegale Vermittlung nach Brandenburg - Staatsanwaltschaft
ermittelt
Kampfhunde an Wachdienst - Behörde zahlt
Offiziell wurden 44 Tiere an einen Verein in Brandenburg gegeben,
tatsächlich gingen sie an eine Sicherheitsfirma - auf Kosten des
Steuerzahlers.
Von Ulrich Gaßdorf
Der Hamburger Tierschutzverein (HTV) hat offenbar nicht nur illegal 44
Kampfhunde nach Brandenburg vermittelt - die Tiere wurden nach
Abendblatt-Informationen an einen Wachhundeservice weitergegeben. Offiziell
hatte der HTV der Hamburger Gesundheitsbehörde mitgeteilt, die Hunde seien
an den "TSV Barnim" gegangen - dieser Verein existiert aber gar nicht. Es
gibt nur einen Tierschutzverein Niederbarnim im brandenburgischen Ladeburg
unweit von Berlin. Dort ist aber im vergangenen Jahr kein Hund aus Hamburg
aufgenommen worden. Das bestätigte Tierheimleiter Frank Henning. Unterdessen
hat die Staatsanwaltschaft Hamburg am Freitag ein Vorermittlungsverfahren
eingeleitet. Das bestätigte Oberstaatsanwalt Rüdiger Bagger auf Anfrage dem
Abendblatt. Fest steht: "Diese gefährlichen Hamburger Hunde hätten nicht
nach Brandenburg verbracht werden dürfen, das ist durch die
Hundehalterverordnung verboten. Wir haben den zuständigen Landkreis Barnim
aufgefordert, uns schnellstmöglich einen ausführlichen Bericht über die
Vorgänge anzufertigen", sagt Wolfgang Brandt, Vize-Sprecher des
Brandenburger Innenministeriums.
Der HTV hat die 44 Hunde im vergangenen Jahr unter der Ägide des inzwischen
zurückgetretenen Vorsitzenden Wolfgang Poggendorf nicht nur illegal nach
Brandenburg verbracht, sondern bekommt dafür auch noch Steuergelder: Für
jeden Hund gibt es von der Stadt laut HTV-Notvorstand Hauke Maschewski 550
Euro - das macht bei 44 Hunden insgesamt 24 200 Euro. Wo aber sind die Hunde
jetzt? Sind sie sogar - wie CDU-Tierschutzexperte Michael Fuchs befürchtet -
eingeschläfert worden? Das Abendblatt begab sich auf Spurensuche.
Donnerstag, 13.30 Uhr: Die Dorfstraße in Ahrensfelde. In in einem
schmucklosen grauen Gebäude residiert Bürgermeister Wilfried Gehrke (46).
Der 46-Jährige, dessen Gemeinde Ahrensfelde 13 000 Einwohner hat und direkt
an der Stadtgrenze zu Berlin liegt, sitzt in seinem Büro und bittet an den
dunklen Holztisch. Der CDU-Politker gibt sich überrascht: "Wir haben erst
heute erfahren, dass an den Deutschen Wach- und Schutzhund-Service (DWSS) in
der Zeit von Februar bis Dezember 2007 Hunde aus Hamburg vermittelt wurden.
Wir prüfen diesen Vorgang jetzt. Auf jeden Fall wurde versäumt, die Hunde zu
melden", sagt Gehrke. Gehrke mag gefährliche Hunde, hatte selber mal einen
American-Staffordshire-Terrier. "Es gibt keine Kampfhunde, sondern nur
Kampfmenschen", davon ist Gehrke überzeugt. Über den Verbleib jedes
einzelnen Hundes soll die DWSS jetzt einen Nachweis erbringen. "Bisher
wissen wir nur, dass einige der Tiere an einen Tierarzt in der Slowakei
vermittelt wurden", so Gehrke.
Ortswechsel. Eine Landstraße am Rande von Blumberg (Gemeinde Ahrensfelde).
Auf einem nur schwer einsehbaren und von Wäldern und Hügeln umgebenen
Gelände residiert die Deutsche Wach- und Schutzhund Service GmbH. In einem
gelben Gebäude sind die Büroräume untergebracht, daneben beginnt die große
abgesperrte Zwingeranlage. Lautes Hundegebell ist zu hören. Geschäftsführer
Matthias Köhler reagiert gereizt auf den Abendblatt-Besuch, bestätigt aber:
"Ich habe die Hunde aufgenommen, weil ich helfen wollte. Ich habe Geld dafür
vom HTV bekommen, das reicht aber natürlich nicht aus." Wieviel er bekommen
hat, will er auch nicht sagen. Die Frage, ob und wohin die Hunde
weitervermittelt wurden, beantwortet Köhler so: "Das sage ich nicht, auf
jeden Fall wurde mit den Hunden nicht gehandelt. Einige sind auch noch
hier." Die Zwinger darf das Abendblatt nicht anschauen. Von einer
Angestellten lässt Köhler einen Kangal-Mix bringen: "Der kommt vom HTV."
Einen Kampfhund aus Hamburg will Köhler aber nicht zeigen.
Ein paar Kilometer weiter. In einem Waldstück am Rande von Ladeburg betreibt
der Tierschutzverein Niederbarnim ein Tierheim. Derzeit sind etwa 70 Hunde
hier untergebracht, dazu kommen Katzen und Kleintiere. Insgesamt zehn
Mitarbeiter arbeiten hier. Doch von den gefährlichen Hunden aus Hamburg
keine Spur: "Wir haben im vergangenen Jahr keine Hunde aus Hamburg
aufgenommen", beteuert Tierheimleiter Frank Henning .
Die Hamburger Gesundheitsbehörde, die den offenbar illegalen Handel
finanziert hat, gibt sich indes wortkarg. Es seien Nachweise des HTV
vorgelegt worden, heißt es. Nachweise, dass die Tiere tatsächlich in einem
Tierheim in Brandenburg gelandet sind, hat die Behörde offenbar nicht vom
HTV verlangt. Bezahlt hat sie trotzdem.
http://www.abendblatt.de/daten/2008/02/09/845845.html
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Ölpest bedroht die Nordsee-Vögel
Bis zu 10000 Tiere mit tödlichen Verschmutzungen / Tierschützer fordern von
Politikern, endlich entschlossen zu handeln
Beginnt jetzt das große Sterben? Die Zahl der verölten und von einem
qualvollen Tod bedrohten Seevögel an der schleswig- holsteinischen
Nordseeküste ist nach neuesten Schätzungen des Deutschen Tierschutzbundes
offenbar weit höher als bisher vermutet. Gezählt wurden mehr als 1000,
betroffen sind sehr wahrscheinlich aber bis zu 10000 Tiere, erklärte gestern
der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel. Unterdessen
suchen die Behörden weiter fieberhaft nach dem Verursacher der
Verschmutzung. Bisher gibt indes noch keine heiße Spur. "Es sind aktuell
auch keine weiteren Ölfunde zu vermelden", so der Leiter des
Havariekommandos, Hans-Werner Monsees.
Am vergangenen Sonntag waren zunächst auf den Inseln Föhr und Amrum bis zu
tellergroße Ölklumpen angeschwemmt worden. Bis zur Wochenmitte wurden rund
1000 verölte Seevögel gezählt. Tierschützer sammelten allein gestern 80
weitere verseuchte Vögel ein. Diese müssen jetzt sogar zur Behandlung in die
Niederlande gebracht werden, weil die Kapazitäten in Deutschland erschöpft
sind.
Allein in der Seevogelrettungsstation des Tierschutzbundes in Kappeln werden
derzeit rund 70 Vögel aufgepäppelt - zumeist sind es Trauerenten. Auf Föhr
kümmern sich Tierschützer um mehr als 100 Exemplare. "Jeder Vogel wird fünf
Mal am Tag mit einer Magensonde gefüttert", so Torsten Schmidt, der
wissenschaftliche Leiter der Station in Kappeln. Die Tiere müssen zunächst
wieder halbwegs zu Kräften kommen, bevor sie vom Öl gereinigt werden können.
Apel: "Es gibt noch keine Entwarnung. Insbesondere auf Amrum und Föhr ist
die Situation äußerst besorgniserregend. Wahrscheinlich werden bis zu 10000
Vögel diesem Drama zum Opfer fallen. Das ist eine bittere Erkenntnis aus
vergleichbaren Ölunfällen."
Die Politiker forderte er auf, endlich drastisch durchzugreifen und zu
handeln. Apel: "Dazu gehört auch, die Verantwortlichen für diese
Ölkatastrophe zu finden und mit voller Härte zur Rechenschaft zu ziehen."
Aus dem havarierten Frachter Pallas flossen 1999 hunderte Tönnen Öl in die
Nordsee. Tierschutz-Chef Apel: "Diesmal haben wir eine Katastrophe ähnlichen
Ausmaßes."
http://www.mopo.de/2008/20080209/hamburg/panorama/oelpest_bedroht_die_nordse
e_voegel.html
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Marburg soll für Hundebiss zahlen
Klägerin wirft Stadt Versäumnis vor: Halter hätte auf
Haftpflichtversicherung hingewiesen werden müssen
Marburg. Schadenersatz und Schmerzensgeld von der Stadt Marburg fordert eine
Frau, die im März 2006 von einem Hund gebissen worden ist. Die Stadt habe es
versäumt, den Hund als gefährlich einzustufen, argumentiert die Frau.
Über ihre Forderung hat gestern das Marburger Zivilgericht verhandelt.
Welche Summe die Frau fordert, wurde vor Gericht nicht genannt. Ein Urteil
fiel noch nicht.
Die Klägerin hat durch den Hundebiss eine klaffende Wunde am Bein
davongetragen. Sie geht davon aus, dass dies auch für das Auftreten eines
Herzklappenfehlers verantwortlich ist. Für die Folgen konnte sie den
Hundehalter nicht haftbar machen, weil dessen Tier nicht als gefährlich
eingestuft war, obwohl es bereits im April 2005 eine "Beißerei" mit einem
Artgenossen hatte.
Der Rechtsanwalt der Klägerin sagte gestern vor Gericht, die Stadt habe es
versäumt, den Hundehalter mit Nachdruck darauf hinzuweisen, dass er für
Frency, so der Name des Hundes, nach der Beißerei eine
Haftpflichtversicherung benötigt hätte.
Da die Ordnungsbehörde nach diesem Vorfall von einer Gefährlichkeit des
Hundes ausgegangen sei, hätte sie einen Nachweis über eine solche
Versicherung verlangen müssen, so der Anwalt. Weil dies versäumt worden sei,
habe seine Mandantin nach der Beiß-Attacke bei dem Hundehalter keine
Schadensansprüche geltend machen können. Folglich sei die Stadt nun in der
Pflicht, für den Schaden aufzukommen.
Anderer Meinung war der Rechtsvertreter der Stadt Marburg. Er erklärte vor
Gericht, dass die Behörde vor dem Angriff des Hundes auf die Klägerin zu
keinem Zeitpunkt von einer Gefährlichkeit des Tieres ausgegangen sei. Zwar
habe die Stadt nach der Beißerei mit dem anderen Hund den Halter von
"Frency" zum Abschluss einer Haftpflichtversicherung zu bewegen. Es habe
jedoch keine rechtliche Möglichkeit gegeben, den Mann dazu zu zwingen.
Auch habe er Zweifel, dass ein Zusammenhang zwischen dem Hundebiss und dem
Herzklappenfehler der Klägerin bestehe, so der Anwalt der Stadt. Er
beantragte, die Klage auf Zahlung von Schmerzensgeld, Schadensersatz und den
Ersatz etwaiger Folgeschäden abzuweisen.
Ein Urteil fällte das Gericht gestern nicht. Richterin Regine Wagner schloss
die Sitzung mit der Erklärung, dass die Parteien ihre Punkte nun im
schriftlichen Verfahren weiter vortragen sollen.
Die Klägerseite wird dabei wohl genauer darlegen, in welchem Zusammenhang
der Hundebiss und der kurz darauf aufgetretene Herzklappenfehler stehen
sollen. Das Urteil fällt voraussichtlich erst in einigen Wochen.
Als gefährlich eingestuft
Wie Richterin Wagner mitteilte, ist "Frency" vom Fachdienst für allgemeinen
Gefahrenabwehr mittlerweile als gefährlich eingestuft worden. Der Halter
habe das Tier den Behörden übergeben müssen. (dwe)
http://www.hna.de/frankenbergstart/00_20080208130841_Marburg_soll_fuer_Hunde
biss_zahlen.html
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Kinder und Hunde: - So klappt's mit dem besten Freund
Waldi und Bello sind tolle Spielgefährten und Familientiere, aber sie können
auch zur Gefahr werden. Wie Sie sich richtig verhalten
Vorsicht: Die meisten Vierbeiner wollen zwar einfach mitspielen, aber es ist
besser, auf der Hut zu sein
Marcus Brandt/ ddp
Jährlich müssen in Deutschland schätzungsweise 30.000 bis 50.000
Bissverletzungen ärztlich behandelt werden, und weit mehr als die Hälfte der
Behandelten sind Kinder. Bissverletzungen bei Kindern sind schwerwiegender
als bei Erwachsenen, weil Hunde kleine Kinder häufiger in den Hals oder Kopf
beißen.
Wenn Hunde beißen, ist der Spaß am Haustier schnell dahin. Sollen Hunde
ihren Platz in Familien mit kleinen Kindern finden, dann gilt es bestimmte
Regeln einzuhalten. Kinder können lernen, artgerecht mit Hunden umzugehen,
sie als Tiere mit angeborenen Instinkten zu respektieren und Verantwortung
für sie zu übernehmen. Wenn Eltern und Kinder das Verhalten von Hunden
richtig einschätzen und genug Zeit für die Erziehung ihres Vierbeiners
aufwenden, kann der Hund zum wertvollen Familienmitglied werden.
Zehn Regeln für die Hundehaltung in der Familie und den Umgang mit fremden
Hunden:
Jeden Hund als individuelles Wesen betrachten! Jeder Hund ist anders. Die
Rasse allein sagt nichts darüber aus, wie das einzelne Tier sich in
bestimmten Momenten verhält. Ein gutes Auge für das Verhalten des Tieres
hilft, kritische Situationen rechtzeitig zu erkennen. Fremden Hunden sollten
sich Kinder wie Erwachsene generell vorsichtig nähern, denn jeder Hund hat
seine Eigenarten und auch eigene Erfahrungen mit Kindern gemacht.
Den Hund niemals ärgern! Augen, Ohren, Schnauze und Nase sind sehr
empfindliche Stellen für den Hund. Manche Hunde mögen es nicht, wenn man
diese Körperstellen streichelt, an ihnen zieht oder damit herumspielt.
Einen Hund niemals beim Fressen stören! Hunde reagieren wie Jagdtiere: Wenn
sie etwas zum Fressen haben, verteidigen sie ihre "Beute". Jede Störung wird
als Angriff erachtet. Der Hund verteidigt sein Futter, indem er knurrt und
beißt.
Patentrezepte gelten nicht! "Hunde, die bellen, beißen nicht" – diese Regel
ist falsch, bellende Hund schnappen auch zu. Kinder sollten lernen, die
Gesamtsituation im Auge zu behalten, statt vermeintlichen Regeln blind zu
vertrauen.
Nicht Einmischen, wenn Hunde raufen! Hunde, die sich in die Haare kriegen,
sind außer Rand und Band. Kinder sollten sich nicht in den Kampf
einschalten, denn sie sind nicht stark genug, die Tiere
auseinanderzubringen.
Still halten, wenn ein Hund zuschnappt! Wenn ein Hund nach einem Kind
schnappt, sollte sich das Kind möglichst still und ruhig halten und den Hund
nicht anschauen. Reißt es die geschnappte Hand weg, dann verstärkt der Hund
nur den Biss. Etwas, das sich nicht bewegt, wird für den Hund dagegen
schnell uninteressant und er lässt davon ab.
Fremde Hunde nur streicheln, wenn es der Besitzer erlaubt! Ein Hund, der
z.B. vor einem Geschäft angeleint ist, darf nicht gestreichelt werden. Der
Hundebesitzer sollte vorab immer gefragt werden. Kinder sollten sich fremden
Hunden nur langsam von vorne nähern und warten, bis das Tier von selbst den
Kontakt aufnimmt.
Nicht vor Hunden weglaufen! Hunde laufen und jagen gerne; sie wollen ein
davonlaufendes Kind schnappen. Deshalb: Stehen bleiben und sich vom Hund
wegdrehen. Ein stehender, unbeweglicher Mensch wird für den Hund schnell
uninteressant.
Baby unterwegs? Den Hund vorbereiten! Wenn eine Geburt ansteht, ändern sich
die Regeln im Haus – und das sollte der Hund schon mehrere Wochen vorher
trainieren, damit er vorbereitet ist und das Baby nicht als Konkurrenz
empfindet. Was der Hund lernen sollte: Spielerisches Beißen in menschliche
Körperteile ist tabu; das Kinderzimmer darf nicht mehr oder nur auf
ausdrückliche Einladung betreten werden; Kinderspielzeug ist kein
Hundespielzeug. Wenn das Baby da ist: Den Hund niemals mit dem Baby allein
lassen.
Auch Kinder müssen Rücksicht nehmen! Schon ab dem frühesten Krabbelalter
müssen Kinder lernen, dass der Hund nicht immer als Spielpartner bereit
steht und im Haushalt einige Gegenstände zu finden sind, die nur für den
Hund sind. Die Hundedecke oder der Korb sind ebenso wie das Hundespielzeug
und der Futternapf für das Kind tabu.
Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V. /
GesundheitPro;
http://www.gesundheitpro.de/Kinder-und-Hunde-Zehn-Regeln-fuer-den-besten-Tie
re--Kinder-A080208KOA0R064706.html
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„Das Tier muss ausbaden, was der Mensch angerichtet hat“
Intelligenz statt Aggression: Trend geht zu wesensstarken Hunden
Hunde, vor allem schwierige, sind Ute Mahlstedts Leben. Seit über 25 Jahren
ist sie darum bemüht, dass Mensch und Tier sich besser miteinander
verstehen. FOTO: bettina Dogs
Unzählige Problemhunde hat Tierpflegerin Ute Mahl-stedt aus Schönemoor in
den vergangenen 25 Jahren resozialisiert und zurück in ein „normales
“ Hundeleben geführt. „Das Problem“, sagt sie, „ist nie das Tier“. Von
bettina dogs
schönemoor. Der Spruch im Flur prangt wie ein Memorial. „Solange Menschen
denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht
denken können“. Die Folgen hat Ute Mahlstedt oft erlebt. „Das Tier muss
ausbaden, was der Mensch angerichtet hat“, sagt die Hundetrainerin.
Fünf so genannte Problemhunde leben zurzeit auf dem weitläufigen Areal der
Mahl-stedtschen Hundeschule, etliche hat die Tierpflegerin im Laufe der
Jahre wieder zurück in ein „normales“ Hundeleben geführt. „Weil diese Hunde
nie eine Lobby hatten“, sagt die 45-Jährige. Auf dem ehemaligen
Bundeswehrgelände betreibt Ute Mahlstedt heute vor allem Hundeschule und
Tierpension mit Badesee und Tiercafé. Bis 1999 war sie auch Tierheim der
Stadt Delmenhorst, bis 2005 hatte sie amtsenteignete Hunde der Stadt Bremen
aufgenommen. Nach dem Erlass des Kampfhundegesetzes waren das eine Menge.
„In fünf Jahren sind über 160 Listenhunde durch unsere Einrichtung
gelaufen“, schildert Ute Mahlstedt. Manchmal musste sie die verstörten Tiere
selbst aus den Wohnungen holen. Mit außergewöhnlich schwierigen Hunden
arbeitet Ute Mahl-stedt heute nur noch selten. „Wenn, dann guck’ ich mir die
Besitzer genau an und schaue, ob sie mitmachen“, schildert die
Hundepsychologin. Denn: „Das Problem ist nicht der Hund.“ So wären auch die
so genannten Kampfhunde zu Unrecht zu ihrem schlechten Ruf gekommen.
„Eigentlich sind das hochsensible und familienfreundliche Tiere“, sagt
Mahlstedt. „Wäre da nicht der Mensch.“
Der scheint in der vergangenen Jahren dazugelernt zu haben. „Mit den Hunden
wird heute zum Teil anders gearbeitet als früher“, berichtet die 45-Jährige.
Statt Aggression werde bei den Wesensmerkmalen mittlerweile verstärkt auf
Intelligenz geachtet. „Das Gute an der Kampfhundeverordnung ist, dass zur
Zucht wieder die wesensstarken Tiere ausgewählt werden.“
In der idyllischen Anlage, die gerade von 170.000 Quadratmeter auf 110.000
Quadratmeter verkleinert wurde, leben zurzeit fünf Problemhunde und drei,
die auf einen neuen Besitzer warten. Etwa Mischlingsdame „Brandy“, die vor
einem Jahr schwerst-übergewichtig auf den Mahlstedtschen Hof kam, etwa sechs
Jahre alt ist und durch strenge Diät wieder zur alten Fröhlichkeit gefunden
hat. Oder „Falko“, ein zehnjähriger Hovawart-Rüde, der ruhige,
hundeerfahrene Menschen mit Haus und Hof sucht. Ein Scheidungsfall ist der
russische Owtscharka; ein freundlicher Kerl von zweieinhalb Jahren, „der
wegen seines starken Schutztriebes eine intensive Betreuung braucht“. Was
sich fast alle Tiere wünschen.
http://www.dk-online.de/index.php?artikel=1603371
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Emmerich
Tierquäler geständig
Emmerich (RP) Bocholt (RP) Aufgeklärt ist der schlimme Fall von Tierquälerei
am Park an der Karolinger Straße in Bocholt. Wie berichtet, waren dort ein
Schaf und eine Ente getötet worden. Jugendliche hatten die Tiere am Abend
zuvor auf brutale Art und Weise gequält. Der Ente war der Kopf abgerissen
worden.
Verdächtig waren gleich fünf Bocholter im Alter von 16 bis 19 Jahren, die
gegen 21.30 Uhr von der Polizei festgenommen worden waren, weil sie in der
Nähe betrunken randaliert hatten. Die Jugendlichen haben die Tat inzwischen
gestanden. Haupttäter ist ein 16-jähriger Bocholter, der die Ente gefangen
und auch getötet hatte. Zusammen mit einem 19-Jährigen hatte er dann das
Schaf gejagt. Der 16-Jährige fing das Tier schließlich und warf es auf den
Boden. Möglicherweise wurde das Schaf dadurch bereits getötet. Anschließend
schleppte er die Tiere zu dem Pavillon, wo alle Tatverdächtigen mit
Gegenständen auf die Kadaver einschlugen.
http://www.rp-online.de/public/article/regional/niederrheinnord/emmerich/nac
hrichten/emmerich/530352
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Mönchengladbach
Verstößt Zoohandlung gegen Tierschutzgesetz?
Mönchengladbach (RP) Die Tierschutzorganisation Peta hat bei der
Staatsanwaltschaft Strafanzeige gegen eine Zoohandlung in Mönchengladbach
gestellt. Ihr Vorwurf: Die Art, wie verschiedene Tiere, darunter Fische,
Vögel und eine Katze, gehalten würden, verstoße gegen das Tierschutzgesetz.
Peta hat anonym recherchiert
Im vergangenen Jahr waren die Tierrechtler in der Zoohandlung anonym
unterwegs und filmten mit versteckter Kamera. Die Video-Dokumentation über
Zoogeschäfte in Deutschland sei zum Teil auch im Fernsehen ausgestrahlt
worden. Die Tierschützer haben gegen mehrere Geschäfte Strafantrag gestellt.
Peta hat in Mönchengladbach mehrere Kritikpunkte gefunden: So waren die
Vögel in einer dunklen Ecke gehalten worden, ein Zwergpapagei habe entgegen
des Verbots der Einzelhaltung allein in einem Käfig gesessen, ebenso wie ein
einzelnes Katzenbaby. Außerdem seien drei tote Fische gefunden worden und
zwei „Qualzuchten“ mit deformierten Körpern. Die Aquarien für verschiedene
exotische Fische seien nicht artgerecht, weil eine Ausstattung mit Pflanzen
und ähnlichem fehle. Gefunden haben die Tierschützer auch eine Maus mit nur
einem Fuß.
Die Verantwortlichen in der Zoohandlung wollen von den Vorwürfen erst durch
die Veröffentlichung erfahren haben. Hier setzt auch ihre Kritik an: „Ich
finde generell gut, was Peta macht. Aber warum haben sie uns nicht mit den
Vorwürfen konfrontiert?“, sagt der Inhaber. So habe man die Kritik am
dunklen Standort der Vögel durchaus verstanden und für Abhilfe gesorgt. Dass
tote Fische im Aquarium seien, könne vorkommen: „Wo Leben ist, ist auch Tod.
Bei 20 000 Fischen kann es passieren, dass drei verenden.“ Verbotene
Qualzuchten, so der Inhaber, biete er nicht an. Die Maus sei als
Lebendfutter verkauft worden und stamme von einem privaten Züchter, „von dem
wir nicht mehr kaufen“.
Die Katze und der Papagei (Agaponide), die alleine in ihren Käfigen saßen,
seien eben als letzte im Verkauf übrig geblieben. „Einem Kunden war einer
seiner beiden Agaponiden gestorben und er wollte Ersatz“, erklärt der
Inhaber. Er hält die Strafanzeige für ungerechtfertigt. „Wir achten wirklich
sehr auf Haltung und Pflege.“
http://www.rp-online.de/public/article/regional/niederrheinsued/moenchenglad
bach/nachrichten/530041