Zu Ihrem Bericht vom 13.05.05 "Gesellschaftsfähiger Hund"
Sehr geehrte RP-Stadtpost-Redaktion,
für den Entschluss, die 8000 qm große Wiese hinter dem Pressehaus Hundehaltern für Spiel- und Übungsstunden mit ihren Viebeinern zur Verfügung zu stellen, möchte ich mich als langjährige Hundehalterin bei den Verantwortlichen herzlich bedanken.
Leider ist diese Wiese für mich vom südlichen Stadtrand (Hassels/Grenze Hilden) ebenso wie für zigtausend andere Düsseldorfer Hundehalter nur mit sehr großem Zeit- und Kostenaufwand zu erreichen.
Wie Sie in Ihrem Bericht richtig erkennen, sind solche notwendigen Freilaufmöglichkeiten in Düsseldorf äusserst begrenzt, denn die Düsseldorfer Straßenordnung (§ 7) widerspricht mit ihren im Jahr 2000 erlassenen Anleinvorschriften m.E. sogar dem bekanntlich sehr strengen Landeshundegesetz und dem Landesforstgesetz. Vom Ordnungs- und Servicedienst wird die veraltete Kommunalsatzung für zahlreiche Kontrollen (selbst in menschenleeren Gebieten am Stadtrand ...) so aktiv für Hundehalterjagden zu Lasten des Steuerzahlers benutzt, dass nicht nur ich mich ständig frage, ob es in Düsseldorf bei Behörde und führenden Politikern keine anderen, wesentlich wichtigeren und sicherheitsrelevanteren Probleme als Familienhunde und Hundehalter gibt.
Die mir vom Ordnungsamt auf Anfrage nach Hunde-Freilaufmöglichkeiten übersandte Liste mit der eindeutigen Überschrift "Hund & Hygiene" enthält 29 eingezäunte "Auslaufplätze" - übrigens auch alle nicht in meiner Wohnortnähe, von der ich damals ideale Hundehaltungsbedingungen im Grünen annahm ....
Mit vielen Hektar Wald vor der Haustür und zwei wohlerzogenen Hunden weigere ich mich außerdem,
Hunde-Spaziergänge im "20-Meter-Zaun-entlang-Quadrat" einer solchen städtischen Hundetoilette zu unternehmen. Leider kommen auch hiesige Rheinuferzonen im Winter wetterbedingt und im Sommer wegen Verletzungsgefahr durch menschlichen Müll nicht in Frage, so dass ich mich entweder "nur" nach o.g. Ländergesetzen oder dem Bundestierschutzgesetz richten muß, oder weiterhin ziemlich regelmäßig in das für mich nur 10 Autobahnminuten entfernte Köln fahre, das mit seiner Umsetzung des Landeshundegesetzes, Landesforstgesetzes und mit über 80 Hunde-Freilaufgebieten eine Oase für mich als geborene Düsseldorferin darstellt. Für diesen unzumutbaren Aufwand würde ich zwar gern Kilometerpauschalen von der Hundesteuer absetzen können, auf deren Zahlung die Stadt Düsseldorf trotz der politischen Hundefeindlichkeit der letzten Jahre großen Wert legt, aber Hundesteuer wäre wieder ein anderes leidiges Thema, mit dem Hundehalter für ihre Liebe zu vierbeinigen Familienmitgliedern bestraft werden.
Über eine Veröffentlichung des obigen Textes als Leserbrief würde ich mich sehr freuen.
Nur zu Ihrer persönlichen Kenntnisnahme übersende ich Ihnen anbei ein aktuelles Foto meiner beiden Collies, die - wie Sie sehen - nicht nur wertvolle Familienmitglieder sind, sondern auch mit mir als "ehrenamtliche Lehrerin" unter dem Motto "Kleine Hundekunde mit Sam & Quincey" im Rahmen der Möglichkeiten in Grundschulen aktiv sind, um auch unseren heutigen Großstadtkindern Kenntnisse über Hunde, Hunde-Verhalten und den richtigen Umgang mit Hunden - die weder Plüschtiere noch Bestien, sondern immer noch Hunde sind - zu vermitteln.
Mit freundlichen Grüßen
M. V.
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Sehr geehrte Redaktion,
ich möchte mich auf einen Satz, in ihrem Bericht ≥Gesellschaftsfähiger„
Hund, vom Freitag, den 13. Mai 05 beziehen. Dort hieß es:... Denn an
Hundeplätzen mangelt es im Stadtgebiet.
Unter genau dem Fakt habe ich und mein Hund ebenso zu leiden wie die
unzähligen anderen Hunde, die mit ihren Menschen hier in Düsseldorf leben.
Hunde sind, wie z.B. auch Kinder, ein unverzichtbarer Wirtschaftsfaktor in
unserer Stadt, darum muss Schluss sein mit der Verteuflung von
Hunde-Mensch-Gemeinschaften und endlich angefangen werden die Bedürfnisse
der Bürger mit Hund in unserer Stadt den Stellenwert einzuräumen, der ihnen,
von ihrer wirtschaftlichen Bedeutung und Quantität, längst zusteht.
Da es in andern Städten, Köln z.B., vollkommen anders ist, muss ich davon
ausgehen, dass es sich hier um eine willkürliche, politische Haltung der
Düsseldorfer Stadtspitze handelt die um jeden Preis Hunde aus der Stadt raus
haben will.
Dies ist eine himmelschreiende Diskriminierung meiner Lebenssituation mit
Hund und eine Beschneidung meiner demokratischen Rechte als Bürgerin dieser
Stadt, denn ich werde absichtlich daran gehindert, meinen Hund artgerecht zu
halten.
Dass ihr Zeitungshaus ein 8000 qm großes Gelände einem Hundeverein zur
Verfügung stellt, scheint mir ein Hinweis darauf zu sein, dass sie diese
Auffassung nicht teilen, dazu gratuliere ich ihnen.
B.K.
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Sehr geehrte Redaktion!
Düsseldorf ist eine absolut hundefeindliche Stadt.
Dass Sie ein 8000 qm großes Grundstück für einen Hundeverein zur Verfügung
stellen finden wir toll, aber für tägliche Spaziergänge mit dem Hund
benötigt man Freilaufgebiete in Wohnnähe und kann nicht 3x am Tag durch die
ganze Stadt fahren.
Wir, der Verein Menschen Tiere Werte, haben bereits über 7000 Unterschriften
für Freilaufgebiete in Düsseldorf gesammelt; die es bisher so gekennzeichnet
nicht gibt.
Wir haben uns im Beschwerdeausschuss darum bemüht, dass die Düsseldorfer Straßensatzung dahingehend geändert wird, dass wie im Landesforstgesetz und Landeshundegesetz vorgesehen, Hunde auf Waldwegen frei laufen können.
Diese Bemühungen gipfelten in dem Kommentar der Vorsitzenden, Frau Lehmhaus (FDP): "Wenn Sie nicht wissen, wo sie ihren Hund laufen lassen können, dann schaffen sie sich keinen Hund an!"
Uns ist bewusst, das durch Hundehalter, die es immer noch als Kavaliersdelikt betrachten, Hundehaufen nicht zu entfernen, große Probleme
für unsere berechtigten Anliegen entstehen, doch es gibt ein Tierschutzgesetz, nach dem ich als Hundehalterin verpflichtet bin, meinem
Hund den nötigen Auslauf zu verschaffen und aus diesem Grund bemühen wir uns weiter um Freilaufgebiete, die es in anderen Städten längst gibt.
Mit freundlichen Grüßen
B.