NEUE SCHILDER FÜR AUSLAUFPLÄTZE

Leinen los für Vierbeiner

veröffentlicht: 11.08.05 - 15:01, akt.: 11.08.05 - 15:58,
Autor: Malte Werner

Düsseldorf (dto). Mehr als 18.000 Hunde sind in Düsseldorf gemeldet. Für sie hat die Stadt 30 Auslaufplätze in öffentlichen Grünanlagen eingerichtet, in denen der Leinenzwang aufgehoben wird. Die Flächen sind umzäunt und werden durch ein neu entworfenes Schild gekennzeichnet. Gründezernentin Charlotte Nieß-Mache und Vertreter des Garten-, Friedhofs- und Forstamts sowie des Ordnungs- und Servicedienstes (OSD) stellten am Donnerstag das neue Hinweisschild und das Konzept der Auslaufflächen vor.

„Hier dürfen Hunde frei laufen“ steht auf dem Schild am Tor zum Hundeauslaufplatz im Schatten der Theodor-Heuss-Brücke. Darüber ist ein „sympathisch wirkender Kleinhund“ zu sehen. So beschreibt ihn zumindest Charlotte Nieß-Mache. „Wir haben bewusst keine Paragraphen drauf geschrieben“, sagt sie. Die Hundebesitzer sollen sich nicht verunsichert fühlen.

Für Hunde in Düsseldorf gilt Leinenzwang und das überall und zu jeder Tageszeit. „Damit sollen Konflikte mit anderen Spaziergängern und Parkbesuchern vermieden werden“, erklärt Nieß-Mache. Um dem natürlichen Bewegungsdrang der Tiere Rechnung zu tragen, richtete die Stadt die Hundeauslaufflächen ein. Dort heißt es: Leinen los!

Generell sind die Plätze mit Bänken für Herrchen und Frauchen und einem Mülleimer ausgestattet. Die Hundebesitzer sind angehalten, die Hinterlassenschaften der Tiere dort zu entsorgen. Die Kritik einiger Hundehalter, die zwischen 600 und 1000 Quadratmetern großen Flächen seien zu klein, wurde nicht geteilt. „Das reicht zum Stöckchenwerfen“, sagt Manfred Frick, Leiter des Garten-, Friedhofs- und Forstamts und erklärt, wenn ein Hundehalter und sein tierischer Begleiter mehr Platz brauchen, können sie über die linksrheinischen Rheinauen toben. Dort herrscht kein Leinenzwang.

Der OSD rät den Hundebesitzern, die Flächen zu nutzen. Trifft eine der 30 Streifen des OSD im restlichen Stadtgebiet auf einen nicht angeleinten Hund, drohen 50 Euro Bußgeld. Bei Hunderassen, die als gefährlich eingestuft werden, wie Pitbulls oder Terrier, werden bis zu 250 Euro fällig, wenn sie weder einen Maulkorb tragen noch angeleint sind. Die Maulkorbpflicht für diese Hunde bleibt übrigens auch auf den Auslaufflächen bestehen.

In der ersten Hälfte des Jahres traf der OSD auf 360 nicht angeleinte Hunde. Darunter 12 als gefährlich eingestufte Tiere. Zu Übergriffen auf Spaziergänger sei es aber glücklicherweise noch nicht gekommen, erklärte Peter Theisen vom OSD.

http://www.rp-online.de/public/article/dtoday/news/aktuell/102008