1. TASSO-Newsletter

Vergifteter Hund: 6000 EUR Strafe für Täter

Das Amtsgericht Dillingen hat einen Strafbefehl über 6000 Euro gegen einen 68-jährigen Tierquäler verhängt. Im Dezember 2005 hatte der Mann, laut Staatsanwaltschaft, dem kleinen Hund seiner Nachbarin einen mit dem Stoff Phenprocoumon (unter anderem Bestandteil in Tabletten zur Blutgerinnung) vergifteten Köder gefüttert. Der Spitz fraß den Köder und verendete zwei Tage später qualvoll an inneren Blutungen. Die Augsburger Staatsanwaltschaft hatte einen Strafbefehl wegen Tierquälerei und Sachbeschädigung beantragt. Von einer strafbaren Tiertötung sei auszugehen, wenn ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund getötet wird. Mit der Geldstrafe war der Angeklagte noch glimpflich davon gekommen. Das Tierschutzgesetz sieht Geldstrafen oder bis zu drei Jahren Haft für besonders schlimme Fälle von Tierquälerei vor.

TASSO e.V.

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MÖNCHENGLADBACH

2. Halter fordert Hunde zurück

Vier American Staffordshire Terrier hatte die Polizei völlig verwahrlost
gefunden. Den Tieren geht es besser, ihre Zukunft ist aber ungewiss.

Mönchengladbach. Sie genießen ihre wieder gewonnene Freiheit. Der Auslauf im
Tierheim und regelmäßige Spaziergänge sind für Hope wahrer Luxus. Die
achtjährige Hündin gehört zu den vier American Staffordshire Terrier, die im
Januar von der Polizei teilweise schwer verletzt aus einer Wohnung in
Engelbleck befreit worden waren.
Wie die WZ berichtete, entdeckten die Beamten neben einer Cannabis-Plantage
die Tiere, eingepfercht in aufeinander gestapelten Hundetransportboxen. Ein
43-jähriger Korschenbroicher soll die Hunde bei illegale Hundekämpfen
eingesetzt haben. Eingeschüchtert, mit tiefen, zum Teil stark entzündeten
Bissverletzungen kamen die Vierbeiner ins Tierheim.

"Unser Veterinärmediziner war entsetzt über solch schlimme Wunden", erinnert
sich Heimleiterin Charlotte Kaufmann. Und heute? Wie geht es den Hunden
jetzt? "Alle Hunde haben sich prächtig entwickelt", sagt Kaufmann nicht ganz
ohne Stolz. Es sei "ein hartes Stück Arbeit" gewesen, die Tiere körperlich
und auch psychisch wieder "aufzupäppeln".

Die schwersten Verletzungen hatte eine dreijährige Hündin, die im Tierheim
"Liberty" (Freiheit) getauft wurde. Sie traf es schwer: Eine große,
entzündete Wunde an den Lefzen musste in einer Operation gesäubert und
genäht werden.

Drei Wochen stationärer Aufenthalt beim Tierarzt, Infusionen, Antibiotika
und starke Schmerzmittel waren nötig. Fast wäre sie gestorben. Umso schöner
ist es jetzt für die Pfleger mit anzusehen, dass "Libby", wie sie liebevoll
genannt wird, munter im Auslauf umherstolziert.

"Wir hatten vermutet, dass noch eine weitere Operation nötig wäre, um
wucherndes Narbengewebe zu entfernen", so Kaufmann, "aber das ist nicht der
Fall." Alles gut verheilt lautete auch die tierärztliche Beurteilung der
anderen Vierbeiner Hope, Midnight und Lukas. "Narben sind natürlich noch zu
sehen", sagt Kaufmann und deutet auf Libby, die neugierig über den Boden
schnüffelt.

Welche seelischen Narben die Hunde von ihren Erlebnissen davongetragen
haben, kann niemand genau beantworten. Kaufmann: "Was wir bereits sagen
können, ist, dass sie dem Menschen gegenüber keinerlei Aggression zeigen."
Ganz im Gegenteil: Libby, Lukas und die beiden anderen Terrier geben sich
freundlich und neugierig. "Nach anfänglicher Furcht zeigten sie sich immer
aufgeschlossener", erzählt eine Pflegerin.

Ob die Tiere mit Artgenossen zusammenleben könnten, sei noch fraglich. Die
nötige Einschränkung durch einen Maulkorb möchten Rüde Midnight und auch
Libby noch nicht akzeptieren. "Aber wir arbeiten daran", versichert
Kaufmann.

Für die nötigen tierärztlichen Behandlungskosten aller vier Hunde griff der
Tierschutzverein Mönchengladbach tief in die Tasche. Rund 4000 Euro kamen
auf den Verein zu. Allzu gerne möchte das Tierheim die Hunde vermitteln.

"Das ist momentan noch nicht möglich", erklärt ein Stadtamtsrat des
Ordnungsamtes Mönchengladbach. Gegen die Ordnungsverfügung, die die Wegnahme
der Tiere schriftlich bestätigt, hat der Tierhalter Einspruch erhoben. "Die
Bezirksregierung hat nun zu entscheiden, ob unsere Maßnahme, dem Halter die
Hunde zu entziehen, gerechtfertigt war."

In Anbetracht des Zustandes der Hunde sei der Stadtamtsrat aber
zuversichtlich, dass der Widerspruch abgelehnt wird und in ein paar Wochen
die Vermittlung starten kann. "Wir werden die neuen Besitzer ganz genau
prüfen das sind wir den Tieren schuldig."


27.05.06
Von Anke Blum

 Mönchengladbach

http://www.wz-newsline.de/sro.php?redid=117262

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POL-MH: 3. Autoknacker nimmt schwarzen Hund mit
26.05.2006 - 10:44 Uhr, Polizei Mülheim an der Ruhr    [Pressemappe]
Mülheim an der Ruhr (ots) - Lfd. Nr. 38/05/2006 - tweise

Einen schwarzen Spitz entwendete gestern Vormittag ein bisher
unbekannter Autoknacker aus einem VW Golf am Rande des Trödelmarktes
auf der Mintarder Straße. Die 54-jährige Geschädigte hatten ihren
weißen PKW gegen 09.15 Uhr an der Einmündung Mintarder Straße /
Kahlenbergstraße abgestellt. Zu diesem Zeitpunkt machte es sich ihr
Hund, der auffallend weiße Haare auf dem Rücken und am Kinn sowie
einen fehlenden Eckzahn hat, auf der Heckablage bequem. Als die Frau
30 Minuten später zurückkehrte, war die Beifahrertür aufgebrochen und
das Tier verschwunden. Die Polizei sucht dringend Zeugen und fragt:
Wer hat Beobachtungen gemacht, die mit der Tat in Verbindung stehen
könnten und / oder kann Angaben zu dem Täter machen? Hinweise bitte
an die Mülheimer Polizei unter der Telefonnummer 0208/301-0 oder der
Internetadresse www.polizei.nrw.de/muelheim


ots Originaltext: Polizei Mülheim an der Ruhr
Digitale Pressemappe:
http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=52761

Rückfragen bitte an:
Polizei Mülheim an der Ruhr
Pressestelle
Telefon: 0208-301-2010
Fax: 0208-301-2011
E-Mail: pressestelle@muelheim.polizei.nrw.de
http://www.polizei.nrw.de/muelheim/
http://www.presseportal.de/polizeipresse/p_story.htx?nr=828049

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GANSINGEN

4. Anzeige gegen Hundetrainer


Der bekannte Hundetrainer Hans Schlegel, der in Gansingen ein
Ausbildungszentrum betreibt, steht in der Kritik von Tierschützern.
Bei einer seiner Hundehalterprüfungen am 5. Mai, die der American Pitbull
Terrier Club Schweiz organisiert hat, seien mehrere Tiere gequält und ein
Kaninchen getötet worden, meldete die «SonntagsZeitung».

Schlegel bestätigte, dass ein Golden Retriever ein Kaninchen attackiert und
es an einer Pfote leicht verletzt habe; wegen des weissen Fells und des
Bluts habe die Verletzung brutaler ausgesehen als sie es gewesen sei. Dass
ein Tier gestorben sei, bestritt er in der Meldung.

Die Kleintiere werden bei der Prüfung eingesetzt, um den Hunden den
Jagdinstinkt abzugewöhnen. Die nicht an eine Leine angebundenen Hunde sollen
dabei lernen, an Kaninchen, Enten, Gänsen oder Ziegen vorbeizugehen, ohne
auf diese loszustürmen.

Dies ist gemäss der Meldung nicht immer geglückt. Mehrere Teilnehmer
meldeten sich nach der Prüfung beim Schweizer Tierschutz STS, der daraufhin
am 15. Mai beim kantonalen Veterinärdienst Anzeige wegen Verstosses gegen
das Tierschutzgesetz eingereicht hat. Dieses verbietet in Artikel 22 das
«Verwenden lebender Tiere, um Hunde abzurichten oder auf Schärfe zu prüfen».

Kaninchen nun im eigenen Gehege

Hans Schlegel hat auf die Vorwürfe reagiert. Der Hundetrainer hat
angekündigt, seine Prüfungen anzupassen. Die Tiere sollen künftig in einem
von den Hunden abgeschlossenen Gehege eingesetzt werden; er will ihnen
überdies Schlupfmöglichkeiten bieten. (mz/fri/pbl)

http://www.azonline.ch/pages/index.cfm?dom=2&rub=100004719
&nrub=0&sda=1&Artikel_ID=101259818


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5. Gert Haucke - Stress im Wald
Genehmigung: Landkreis gegen den Schauspieler. Das Verwaltungsgericht
Lüneburg verbietet ihm, einen Wohnwagen und Bänke auf seinem Waldgrundstück
aufzustellen.
Von Andreas Schmidt

Scharmbeck -
Der große Schauspieler versteht die Welt nicht mehr. Da hat er in einem Wald
bei Scharmbeck "ein Biotop geschaffen". 450 Bäume ließ Gert Haucke (77; "Der
Landarzt", "Papa, Charly hat gesagt") seit 2001 auf seinem Waldgrundstück
pflanzen - Buchen, Eichen und Koniferen. Früher, sagt sein Anwalt, sah es
auf dem 1,1 Hektar großen Grundstück aus "wie auf einer Müllhalde an der
russisch-tschetschenischen Grenze". Gert Haucke, so der Advokat, habe aus
dem Areal "eine Vorbildliegenschaft nach niedersächsischem Waldrecht
gemacht".
Die Welt könnte so schön sein für Gert Haucke in seinem Wald. Regelmäßig
kommt der Autor mehrerer Hundebücher ("Die Sache mit dem Hund") mit seinen
beiden portugiesischen Mischlingshunden Schoko und Monty (beide 7) in sein
Revier. "Ich genieße die absolute Stille. Hier wird nicht gehämmert und kein
Rasen gemäht, hier kann ich in Ruhe schreiben - einfach himmlisch. Ich störe
hier niemanden, und niemand stört mich."
Als kleiner Aufenthaltsort dient Gert Haucke ein blauer Wohnwagen, den hat
er einst für 6000 Mark vom NDR gekauft und noch ein paar tausend Mark
hineingesteckt. Im Wagen stehen ein kleiner Tisch, ein Stuhl, eine Sitzbank
und ein Bett, auf das legt sich der Schauspieler, wenn er müde ist. Vom
Waldweg aus ist der blaue Wagen nicht zu sehen, und wer durchs
"Außenbereichsgrundstück" streift, muß in der grünen Jahreszeit schon genau
hinschauen, um den Wohnwagen überhaupt zu entdecken.
So schön, so gut. Doch der Wagen ist dem Landkreis Harburg ein Dorn im Auge
und soll weg. Dazu auch noch drei Sitzbänke aus Holz, gefertigt aus halben
Baumstämmen - "soll ich etwa die ganze Zeit im Wald stehen?" Gert Haucke hat
es Schwarz auf Weiß, Richter Horst-Dieter Müller vom Verwaltungsgericht
Lüneburg hat ein Urteil (2 A 172/04) gefällt. "Man kann sich im Wald keine
Freizeitoase schaffen", gab der Richter in der Verhandlung zu verstehen,
"ein Wohnwagen und Sitzbänke haben auf einem Waldgrundstück nichts zu
suchen".

Der Richter stuft Wohnwagen und Sitzbänke als "bauliche Anlage" ein. "Der
Kläger (Gert Haucke) hat dafür eine Genehmigung nicht eingeholt, und sie
hätte ihm auch nicht erteilt werden können."

Gert Haucke ist empört. "Das ist eine reine Schikane, das hat doch keinen
Sinn, das ist sachlich nicht zu begründen." Er trinke in seinem Wald keinen
Kaffee, er grille nicht und auch Gäste dürften hier nicht rauchen. "Und in
der Brut- und Setzzeit soll ich auch noch meine Hunde anleinen, obwohl das
Grundstück mit einem Knotengitterzaun abgezäunt ist." Am groteskesten
empfand Gert Haucke die Einschätzung eines Sachbearbeiters, der eine 30 mal
30 Zentimeter große Waschschüssel für seine Hunde als "Swimming-Pool"
klassifizierte.
Seine Frau Ute ist vor zwei Jahren gestorben. "Seitdem ist das Leben sehr,
sehr schwer", sagt der Schauspieler. Und jetzt noch die Sache mit dem
Waldgrundstück und das Urteil vom Verwaltungsgericht. "Lästig, enttäuschend,
deprimierend ist das", sagt Gert Haucke. "Ich lasse mich nicht gerne
demütigen. Der Landkreis Harburg könnte wenigstens sagen, wir setzen die
Sache aus, bis der alte Sack tot ist. Danach kann der Forst mein
Waldgrundstück gerne geschenkt bekommen."

erschienen am 24. Mai 2006
http://www.abendblatt.de/daten/2006/05/24/566309.html


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24.05.06

6. Krieg gegen Tiere

Von Ingolf Bossenz

Im Jagdjahr 2004/2005 wurden von Jägern in Deutschland getötet: 1 081 416
Rehe, 915 245 Wildtauben, 566 406 Füchse, 552 812 Feldhasen, 548 310
Wildenten, 476 042 Wildschweine ... Die Aufzählung ließe sich fortsetzen.
Auch 300 000 bis 400 000 Katzen und 35 000 bis 45 000 Hunde werden jährlich
von wackeren Weidmännern abgeknallt. Ein Braunbär war bislang nicht dabei.
Der jetzt nach Bayern eingewanderte könnte also durchaus die Abschussliste
bereichern. Dass im aktuellen Fall die mediale Empörung Riesenwellen
schlägt, während die alltäglichen Gräuel in Tierfabriken, Versuchslabors
und - nicht zu vergessen - bei der Jagd kein Stoff für Schlagzeilen sind,
ist angesichts der Seltenheit des wilden Gastes ja irgendwie
verständlich. »Typisch deutsch« allerdings, wie der Präsident des Deutschen
Naturschutzrings, Hubert Weinzierl, meint, ist der Schießbefehl des
bayerischen Umweltministers indes nicht. Zeitgleich mit dem Rummel um den
Bären teilte die japanische Regierung mit, dass fünf Schiffe in den
Nordwest-Pazifik ausgelaufen sind. Um dort Walen Sprengstoff-Harpunen in den
Körper zu jagen. 260 der Meeressäuger sind zum Abschuss freigegeben - zu
Forschungszwecken. In Deutschland sind die Rechtfertigungen der Jagd nicht
ganz so dämlich. Eines bleibt sie trotzdem: Ein erbärmlicher Krieg gegen
Tiere.



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23. Mai 2006 - 17:10 - Vermischtes

7. Chinesen verspeisen Bernhardiner mit vielen Sossen

jsg.
PARIS - In Europa hat er einen Ruf als robuster Rettungshund und sanftes
Haustier - in China gilt der Bernhardiner als Spezialität. Das Fleisch des
Vierbeiners wird in der Volksrepublik für tausend Yuan (gut 150 Fr.) pro
Kilo verkauft.
sda.- Dies berichten die Verfasser des jährlichen Rohstoffführers "CyclOpe"
in Paris. Das Fleisch gelte unter Feinschmeckern als besonders zart; Züchter
der "Rou Gou" genannten Schlachthunde freuten sich zudem, dass die Tiere
rasch ansetzten und viele Welpen bekämen.

"In den meisten Provinzen Chinas, wo im Januar das Jahr des Hundes begonnen
hat, wird der Hund mit sämtlichen Sossen gekocht", erklärten die
"CyclOpe"-Autoren. Einer Umfrage aus dem Jahr 2001 zufolge hätten 43 Prozent
der Bewohner von Peking mindestens einmal Hund gegessen, betonten die
CyclOpe-Experten.

Der Trend gehe zwar "hin zu einer grösseren Milde gegenüber den Hunden".
Noch sei das Land aber nicht bereit, so weit zu gehen wie Hongkong, wo der
Genuss von Hundefleisch seit 1950 verboten ist.

http://www.vaterland.li/page/newsticker/index.cfm?id=67754
Liebling der Chinesen: Bernhardiner zu hundert Euro pro Kilo

In Europa hat er einen Ruf als robuster Rettungshund und sanftes Haustier -
in China gilt der Bernhardiner als leckere Spezialität. Wie die Verfasser
des jährlichen Rohstoffführers "CyclOpe" in Paris berichteten, verkauft sich
das Fleisch des vor etwa 15 Jahren erstmals aus der Schweiz eingeführten
Vierbeiners in der Volksrepublik für um die tausend Yuan, also etwa hundert
Euro pro Kilo. Das Fleisch gelte unter Feinschmeckern als besonders zart;
Züchter der "Rou Gou" genannten Schlachthunde freuten sich zudem, dass die
Tiere rasch ansetzten und viele Welpen bekämen. "In den meisten Provinzen
Chinas, wo im Januar das Jahr des Hundes begonnen hat, wird der Hund mit
sämtlichen Soßen gekocht", erklärten die "CyclOpe"-Autoren.

© Copyright AFP Agence France-Presse GmbH - Es handelt sich bei diesen
Veröffentlichungen um automatisiert eingespeistes Material des
Diensteanbieters AFP im Sinne des Teledienstegesetzes.
afp, Dienstag, 23. Mai, 15:40 Uhr
http://www.rheinpfalz.de/perl/cms/cms.pl?cmd=showMsg&t
pl=ronMsg.html&path=/ron/welt&id=060523133242.divwalyk


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8. Taps - gequält und von Maden angefressen!

http://www.tierheim-mayen.de/detail.php?id=7&art=Sorgenkind
<http://www.tierheim-mayen.de/detail.php?id=7&amp;art=Sorgenkind>

Beschreibung:
Um 4:30 Uhr am 21.05.06 wurde der Hund mit einem Stromkabel am Tierheim angebunden. Wir wissen diese Uhrzeit so ziemlich genau, weil im Wohnhaus neben dem Tierheim um diese Zeit ungewohnte Unruhe und Gebelle wahr genommen wurde. Daraufhin wurde gleich nachgesehen was da wohl los sei und es wurde eine weibliche Stimme vernommen, allerdings sonst nichts mehr. Man fand den Hund mit diesem Kabel angebunden und quartierte ihn notdürftig ein. Am Morgen konnte man das arme Bündel Hund richtig anschauen. Völlig verwahrlost, apathisch, sich nicht bewegend... Das Fell in großen Filzplatten am Körper, verkotet und selbst die Ohren waren voll mit dicken Kotplatten. Leider zeigt das Foto, das wir gemacht haben, nicht das ganze Ausmaß der Qual, die der Hund erleiden musste.

Behutsam versuchten wir die schlimmsten Filz- und Kotstellen zu entfernen, was der alte Hund geduldig über sich ergehen ließ. Nur an das ebenfalls verkrustete und verkotete Hinterteil durfte man nicht ran. Dann zuckte der Hund auf und versuchte zu schnappen. Warum? Das sahen wir dann bald mit Grausen: Im Bereich der Schwanzwurzel wimmelte es von Maden!! Auch in den Ohren, die feuerrot waren, wurde Madenbefall entdeckt! Können Sie sich vorstellen, dass in Ihren Ohren Maden wimmeln?? Was muss dieser Hund erlitten haben? Er lag da als wolle er sterben. Er rührte sich kaum und seine blutunterlaufenen Augen schienen bereits ins Leere zu schauen. Selbstverständlich wurde der Hund gleich in eine Tierklinik gebracht und vollkommen geschoren und von seinen ekligen Peinigern befreit.

Immer wieder meinen wir Tierheimleute, wir hätten wohl schon ALLES in den vielen, vielen Jahren erlebt und dennoch ist es eine erschreckende Wahrheit, dass es immer noch etwas Schlimmeres gibt. Leider! Es ist unglaublich welche Größe Tiere haben. Nach der Tortour des Scherens und der Behandlung beim Tierarzt, tappte der alte Hund mit offenbar neuem Lebensgefühl durch das Büro. Wir alle waren glücklich ihn so relativ stabil zu sehen. Er tappte hin und her und so gaben wir ihm den Namen "Taps". Unser Herz wurde wirklich groß und weit als wir diesen, nun vom Fell und Maden befreiten Hund sahen. Nicht Wochen, sondern mindestens Monate muss er unter qualvollen Bedingungen gelebt haben. Gelebt? Nein, so kann man das wohl nicht nennen, was er durchmachen musste.

Wir sind glücklich, dass Taps nun bei uns ist. Er ist fast blind und taub, was ihn allerdings kaum stört. Er orientiert sich offensichtlich an seinem Geruchssinn. Was uns immer und immer wieder wundert und "klein" werden lässt: obwohl unzählige Tiere, wozu auch Taps gehört, von den Menschen so gequält werden, lieben sie! Die geschundenen Tiere lieben die Menschen. Trotz allem! Da meinen wir homo sapiens wir seien die Krönung der Schöpfung... welch ein Irrtum!

Wer Taps kennt, wer seine Peiniger kennt, der möge sich bitte im Tierheim melden. Wir werden auch die Presse einschalten, denn so eine "Schweinerei" (Entschuldigung) darf man nicht auf sich beruhen lassen. Wer ein paar Euro für Taps spenden möchte, der kann das gerne tun. Er braucht in der nahen Zukunft weiterhin besondere tierärztliche Betreuung, die wir ihm auf jeden Fall zukommen lassen. Vielleicht helfen Sie uns dabei!? Danke.
 eMail: kontakt@tierheim-mayen.de
HP: http://www.tierheim-mayen.de/


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9. Erfassung der Hundesteuer
Gemeinde darf Nachbarn nicht als Informanten nutzen
Von Winfried Borchert
Datenschützer Harald von Bose: "Daten sind immer zuerst beim Hundehalter zu
erheben."Hundesteuern zählen für Kommunen zwar zu den bescheideneren
Geldquellen, darauf verzichten möchte aber kaum ein Bürgermeister. Manche
Kommunen greifen allerdings zu unzulässigen Mitteln und lassen das Umfeld
eines potenziellen Hundesbesitzers nach den Vierbeinern ausforschen. Nach
der Kritik des Landesdatenschutzbeauftragten stoppte das Innenministerium
jetzt diese Praktiken.

Magdeburg. Den Hausbesitzern einer Gemeinde in Sachsen-Anhalt flatterte im
vergangenen Jahr ein Schreiben ihres Bürgermeisters ins Haus. Darin wurden
sie aufgefordert, einen " Erfassungsbogen " zur Hundesteuer auszufüllen. Die
Gemeinde wollte wissen, welcher Mieter im Haus wie viel Hunde hält. Damit
der Hausbesitzer der Pfl icht nachkommt, wurde ihm für den Fall der
Auskunftsverweigerung ein Ordnungsgeld angedroht.


 Für den Landesdatenschutzbeauftragten Harald von Bose ein Unding. Er sagt :
" Der Hausbesitzer wird auf diese Weise zum Informanten. Das geht nicht. "

Wer einen Hund besitzt, leistet sich Luxus. So jedenfalls sahen es die alten
Preußen im Jahre 1810. Ein Hund sei, anders als Kuh oder Schwein, kein
Nutztier. Wer also einen Hund besitzt, so meinten sie, müsse auch noch Geld
haben, einen Sonderbeitrag zu leisten : die Hundesteuer.

Nichthundebesitzer sehen das heute noch so. Hundebesitzer sind meist anderer
Ansicht, und manche versuchen, die Steuer zu umgehen, in dem sie ihren Hund
nicht anmelden. Schätzungsweise 25 bis 30 Prozent gehen den Kommunen
deutschlandweit dadurch verloren, etwa 50 bis 60 Millionen Euro pro Jahr.

Für viele Gemeinden zählt jeder Euro, etwa für Bürgermeister Frank Ludwig in
Seebenau ( Altmarkkreis Salzwedel ). Ludwig ( parteilos ) sagt : " Mit den
1000 Euro, die wir jährlich an Hundesteuern einnehmen, kann man immerhin ein
Gerät für den Spielplatz fi nanzieren. "

Laut Statistischem Landesamt Halle nahmen die Städte und Gemeinden in
Sachsen-Anhalt im vergangenen Jahr knapp 7, 3 Millionen Euro Hundesteuern
ein. Elbingerodes Bürgermeister Andreas Flügel ( FDP ) hat mit dem Erfassen
der Hundesteuer keine Probleme. " In einer Kleinstadt kennt man fast alle
Hundehalter ", sagt er. Zu Misstrauen gebe es da wenig Anlass.

Mancher Bürgermeister glaubt jedoch, dass seiner Gemeindekasse viel Geld
entgeht.

Mehrere Unternehmen bieten ihre Dienste an, wenn es darum geht, auch noch
den letzten Hund zu " erfassen ". Solche Firmen arbeiten meist gegen
Erfolgshonorar, das heißt, sie verdienen an jedem " entdeckten " Hund,
dessen Halter neu an die Stadt zahlen muss. Mancher Bürgermeister nimmt die
Sache auch selbst in die Hand, etwa in Loburg ( Anhalt-Zerbst ). Ortschef
Helmut Richert ( parteilos ) ließ vor zwei Jahren Briefe an Vermieter und
Mieter verteilen, von denen man nicht wusste, ob sie einen Hund besitzen. "
Alle Angaben waren aber freiwillig. Wer es versäumt hatte, seinen Hund
anzumelden, musste keine Sanktionen befürchten ", sagt Richert. Aus seiner
Sicht war die Aktion erfolgreich : Für 49 " neue " Hunde wurden Steuern
fällig, was der Gemeindekasse 2100 Euro im Jahr eintrug.

Doch Harald von Bose, der Landesdatenschutzbeauftragte, sieht das Recht
verletzt. " Daten sind immer zuerst beim Betroffenen zu erheben, also beim
Hundehalter. Der ist zur Auskunft verpflichtet. Nachbarn oder sonstige
Dritte um Angaben zu bitten oder gar dazu zu verpfl ichten, stellt einen
unzulässigen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des Hundehalters dar ",
sagt von Bose. Den Fall jener nicht genannten Gemeinde, die ihre Vermieter
als Hilfspolizisten nutzen wollte, kritisierte von Bose im
Datenschutzbericht.

Das Innenministerium untersagte jetzt derartige Befragungen. " Dafür gibt es
keine Gesetzesgrundlage ", sagt Ministeriumssprecher Martin Krems.

Bliebe noch die direkte Befragung aller Bürger, notfalls mit Hilfe einer
Dienstleistungsfi rma. In Blankenburg ( Harz ) hat man damit gute
Erfahrungen gemacht. Schon die Ankündigung der Umfrage habe viele
Hundehalter dazu bewogen, ihre nicht registrierten Vierbeiner anzumelden,
hieß es aus dem Rathaus.

http://www.volksstimme.de/vsm/nachrichten/sachsen_anhalt/
?sid=b76bbacb9efa576a7e310a7b0ad87e30&em_cnt=92790



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TASSO-Newsletter
10. Internationale Hilfe für verlorene Tiere
Das Internet macht’s möglich: Fundtiere aus den USA, Israel, Großbritannien, Rumänien, der Tschechei, Frankreich, Dänemark, Österreich, Schweiz und  Spanien. Alle diese Tiere konnten durch die vorsorgliche Registrierung bei TASSO e.V. in den letzten Monaten mit deren glücklichen Besitzern wieder vereint werden. Das Geheimnis des Erfolgs ist von einem Geheimtipp unter Tierschützern, längst zu einer festen Institution im weltweiten Tierschutz avanciert: Die Meta-Suchmaschine www.PETMAXX.com macht weltweit die gleichzeitige Abfrage in bereits über 22 Haustierregister direkt und online möglich. TASSO e.V. ist bereits seit über 2 Jahren dabei und stellt als Europas größtes Haustierzentralregister mit zirka 3 Millionen Haustieren den größten Datenpool für PETMAXX zur Verfügung. Mit einem Mausklick hat der Finder eines Tieres Zugriff auf über 12 Millionen Tierdaten.
 
Daher ist für monatlich über 50.000 Vierbeiner, wenn es um eine wirkliche internationale Registrierung geht, TASSO e.V. schon seit längerem die erste Wahl. Und das aus gutem Grund: Durch den Anschluss an PETMAXX sind die bei TASSO e.V. registrierten Tiere nicht nur europaweit, sondern weltweit abfragbar. Zusätzlicher Vorteil für Tier und Tierhalter: TASSO e.V. muss noch nicht einmal in dem Land, in dem das Tier verloren wurde, bekannt sein. Durch den hohen Bekanntheitsgrad von PETMAXX auf internationaler Ebene, hat der gesuchte und gefundene Vierbeiner die größten Chancen über PETMAXX abgefragt zu werden. Die Weiterleitung der Fundmeldung an TASSO e.V. ist dann nur noch eine Frage von Sekunden.
 
Neuester Zugang des stetig wachsenden Haustierregisterverbunds PETMAXX, ist nach den USA, Singapur und der Schweiz nun als jüngstes Mitglied die Türkei.
 
Das System das im Hintergrund von PETMAXX arbeitet, ist ebenso einfach, wie genial: PETMAXX führt keine eigene Datenbank, sondern greift direkt auf die Online-Abfragen der angeschlossen  Haustierregister zu. Dadurch ist gewährleistet, dass die abgefragten Daten immer topaktuell sind.
 
„Für TASSO wäre es undenkbar an einer anderen internationalen Suchmaschine, als PETMAXX angeschlossen zu sein, da das Prinzip der Meta-Suchmaschine im Gegensatz zu herkömmlichen Suchmaschinen immer wirklich aktuelle Ergebnisse liefert!“, erklärt Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale.
 
Bereits vor PETMAXX gab es Versuche eine Europäische Datenbank für Transponder-Abfragen aufzubauen. Diese heute noch existierende Datenbank basiert auf der periodischen Übermittlung der Daten ihrer angeschlossenen nationalen Register. Selbst bei einer wöchentlichen Übermittlung der Transponder-Daten, würde die Aktualität der Datenbank im Falle einer angeschlossenen Datenbank der Größe von TASSO e.V. der Realität immer um zirka 12.500 Datensätze hinterherhinken. „Sollte eines dieser 12.500 Tiere nun über dieses veralterte System abgefragt werden, so hätten Tier und Tierhalter ein ernsthaftes Problem. Daher sind wir der Meinung, dass Meta-Suchmaschinen wie PETMAXX die Zukunft gehört.“, erläutert hierzu Philip McCreight.
 
Weiterführende Links zum Thema:
 
www.petmaxx.com
www.tiernotruf.org
 
TASSO e.V.
Frankfurter Str. 20 l 65795 Hattersheim l Germany
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STEINBRUNN 14.05.2006

11. Schock über Schüsse auf Tiere sitzt tief

Bei jener Familie in Steinbrunn, deren Tiere von einem Jäger angeschossen
wurden, herrscht noch immer Aufregung. Der Schock über die Schüsse sitzt
tief. Ein Hund ist tot, die anderen Tiere sind schwer verletzt.


Entsetzte Tierbesitzer
Die Schüsse auf die zwei Hunde und die Katze fielen in der Nähe des
ehemaligen Esterhazy-Jagdschlosses bei Steinbrunn, wo die Besitzer der Tiere
wohnen.

Ein Hund war sofort tot, der zweite Hund und die Katze sind schwer verletzt
und mussten notoperiert werden. Die Hundebesitzer sind über die Schüsse hier
im Wald in unmittelbarer Nähe ihres Grundstücks entsetzt.


"Ein Drittel der Katze war weg"
"Plötzlich haben wir einen Schuss gehört. Ich bin dann in die Richtung
gelaufen, aus der der Schuss kam. Auf dem Weg habe ich den Jäger getroffen,
er ist mir entgegenkommen und hat gesagt: 'Da liegt Ihr Hund.' Ein paar
Stunden später ist die zweite Hündin gekommen, sie war voll mit
Schrotkugeln. Und in der Früh ist der Kater gekommen ohne Bein, also ein
Drittel der Katze war weg", sagt Hundebesitzerin Ditta Tomaszewski.


Jäger angezeigt
Die Tiere seien zwei bis drei Mal im Jahr ausgerissen, hätten aber niemals
Wildtiere getötet, sagen die Hundebesitzer. Sie haben den Jäger angezeigt.

    "Metzger statt Jäger"
"Ich habe nichts gegen Jäger, mein Vater war auch Jäger. Aber es gibt
Menschen und Menschen, Jäger mit Ethik und es gibt einfach Metzger. Das ist
für mich kein Jäger, das ist ein Metzger", sagt Ditta Tomaszewski.


    Familie: "Schüsse in 200-Meter-Zone"
Nach Darstellung der Familie fielen die Schüsse nur 135 Meter vom verbauten
Grundstück entfernt - und damit innerhalb der 200-Meter-Zone, in der laut
burgenländischem Jagdgesetz nicht auf streunende Haustiere geschossen werden
darf.

Jäger: "230 Meter Entfernung"
Der Jäger erklärte hingegen in einer ersten Stellungnahme gegenüber dem ORF
Burgenland, er habe in 230 Metern Entfernung vom Haus - und damit völlig
gesetzeskonform - geschossen.

Zu einem Fernsehinterview war der Jäger allerdings nicht bereit.

http://burgenland.orf.at/stories/109153/


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12. "Tommy ist tot"


von Jupiter10676 | Dormagen |
Und es ist nicht der Wind, der dort weht, sondern ein Stück deines Lebens &
deiner Liebe die dich wie heute...still sein lässt.
Erschossen hat man ihn am Montag, vor zwei Wochen, in frühen Morgenstunden.
Du hast den Schuss gehört, hat dich aus deinem unruhigem Schlaf gerissen,
unter dem du schon seit Tagen leidest. Schon bevor er einfach nicht mehr da
war, bei dir, sich auf deinen Schenkeln rekelte, auf deinem Bauch
dahinträumte, sich in deine Gedanken hineinschnurrte um dir seinen Tag,
seine Erlebnisse zu erzählen. Der Schuss hallte und bis in den matschigen
Morast des Bodensees konnte man ihn vernehmen. Du hast es geahnt, gespürt,
schon bevor er einfach ausriss. In dieser Ungewissheit, in der quälenden
Angst ihn nicht mehr wiedersehen zu sehen, bist du aufgeschreckt, die Sonne
die aufstieg, war blutig rot, wie du es selbst sagtest. Nur mit dem
Nachthemd bekleidet und barfuß, bist du hellwach auf den Balkon geeilt und
hast nichts finden können. Nur diesen Knall in deinen Sinnen, nur dieser
Schreck und ein beißendes Entsetzen.

Du hast es mir schon Wochen zuvor gesagt Anna, das es jemanden mit Flinte
bei euch gibt, der Jagd auf Katzen macht, im Rahmen der Vogelgrippe, die
irgendwie gänzlich aus dem alltäglichen Nachrichtengewusel verschwunden ist.
Ich konnte es nicht glauben, zu diesem Zeitpunkt, war es mir unverständlich,
dass man ihn erschießen könnte. Ein selbsternannter Rächer, der Vögel, Wild
und Haustiere abknallt ohne an das Leid ihrer Halter zu denken.
Gewissenlos, stand dieser Bauer noch früher auf als du, hat sich die Stiefel
gebunden, eine Jacke übergeworfen, das Gewehr mit Schrot geladen, vielleicht
noch kurz an seinem Kaffee genippt und sich die Haare im Spiegel zurecht
gelegt. Mit stoischer Ruhe wird er die Tür hinter sich geschlossen haben,
von seinem Plan & Auftrag, jedes Tier von der Bildfläche zu tilgen, vollends
überzeugt, hat er sich deinen ausgeguckt, schon ein, zwei Tage zuvor. Wir
wissen es nicht.

Tommy war ein Geschenk deiner Eltern, nachdem sie die Villa deines
Großvaters, renovierten und restaurierten, zum Teil umbauten, aber den
historischen Teil so beließen wie er war. Edwin, dein Großvater hätte es so
gewollt, hätte sich wohl gefühlt in diesen heimischen Mauern, der
riesenhafte Garten wäre nicht mehr verwildert, sondern gepflegt, mit Liebe,
Trauer und Besonnenheit neu entstanden. Und Edwin, säße dort in einem dieser
Rattanstühle im Schatten...vielleicht. Aber den Tod seiner Frau hat er
selber nie verkraftet und es mag wohl so sein, dass ihn nicht Altersschwäche
dahinraffte, vielmehr das gebrochene, entleerte Herz, die Sensucht nach ihr,
die so stark war dass sein Herz einfach stehen blieb, als er sich schon
selber nicht mehr erkennen konnte. Menschen die sich so sehr sehnen, sterben
irgendwann, durch eigenen Willen. Man nennt es den psychogenen Tod.
Kriegsopfer die in Lazaretten, auf Bahren, sich ihrer Heimat, ihrer Eltern
und ihrer Liebsten erinnerten, starben, nicht ihrer abgetrennten Beine,
nicht ihrer Schusswunden wegen, nein, sie entledigten sich ihres Körpers,
stärkster Sehnsucht nach etwas, was ihr Lebensinhalt gewesen ist, aber
gegenwärtig nie mehr zu erreichen war. Sie spürten ihr Dilemma, sie fühlten
diese Unentrinnbarkeit, diesen letztendlichen Schluss der Dinge. Die
aufgeplatzten Bäuche mögen nicht der Grund gewesen sein, warum sie gingen,
weder die verbrannten Augen, noch die tauben Ohren. Denn hätten sie in
diesem Moment, noch einmal das Lachen ihrer Frauen, Kinder und Eltern und
Brüdern vernehmen können...sie hätten durchgehalten, auch mit einem
fehlendem Bein und zerrissenem Arm. Kein Schmerz ist und kann so groß sein,
wie die Sehnsucht nach etwas, was nicht mehr zu erreichen ist.
Ich glaube, Edwin, spürte es auch, wie hätte er seine verstorbene Frau, noch
erreichen können, wenn nicht durch die bedingunglose Aufopferung seiner
Selbst, wie der Wunsch nicht mehr zu sein, als der staubige Boden im Garten,
den dein Vater umpflügte und Rosen, Tulpen, und andere Blumen einsetzte.

Nach dem Umbau der Villa, du bist 10 Jahre alt gewesen, bekamst du Tommy,
dieses kleine Knäuel an Kater, silber-grau. Er wurde nicht nur ein Freund,
er war ein Teil deiner ganzen Familie. Hast ihn zu dir genommen als du deine
erste Wohnung bezogen hast, ebenfalls nahe am Ufer des Bodensees. Konnte aus
der Klappe deiner Küchentür immer rein und raus, tote Vögel hat er dir
angeschleppt, manchmal sogar einen Hasen. Und wenn es dir einmal schlecht
ging, dann fühlte er es auf überirdische Weise. Tröstete dich bei
Liebeskummer, nach einem harten Arbeitstag. Nach dem du ihn eine Stunde oder
mehr gekrault hast und mit ihm eingeschlafen bist, ging es dir besser und
konntest dich wieder an allem erfreuen. Und aller Kummer war fort, von
irgendetwas verschluckt, wofür keinen Namen & Begriff haben.

Es lag nicht an dir Anna, dass er dich irgendwann verließ, nicht mehr nach
Hause kam. Es fehlt dir, dieses gewohnte Klacken, der Klappe an der
Küchentür.
An diesem Morgen wusstest du, dass er nicht mehr zurückkommt. Gespürt hasst
du es wie du es sagtest, in deinen Träumen offenbarte sich dieses Entsetzen.
Aber vollends glauben konntest du es trotzdem nicht.

Zwei Tage später bist du spazieren gegangen sowie es immer deine Art ist,
hast den Booten zugeschaut, den Menschen die ganz in ihrem Treiben versunken
waren. Bist den alten matschigen Weg entlang gegangen, um dich zu sammeln,
etwas zu spüren und da hast du ihn gefunden. Tommy lag zwischen Stämmen und
Unkraut, das Fell noch silber-grau, aber matter als sonst. Du hättest ihn
nicht erkannt, wenn du nicht die kleine goldene Kette zwischen dem
getrocknetem Blut entdeckt hättest auf welcher sein Name stand. Der Kopf
wirkte wie eine zerplatzte Melone, aufgerissen und ein gewalttätiger Anblick
muss es gewesen sein.

"Tommy ist tot" schreist du ins Telefon, jammerst und weinst so
unerbittlich. Und ich...ich weine mit dir, spüre diesen kratzigen Schmerz
und wage nicht irgendetwas zu sagen. Entsetzen, Verachtung und Schmerz ist
alles was wir in diesem Moment zu fühlen bereit und fähig sind.

Begraben hast du ihn, im Garten der alten Villa, die jetzt deinen Eltern
gehört, zwischen den Rosen und Tulpen, die dein Vater pflegt und liebt. Hast
sogar einen kleinen Grabstein aus Marmor anfertigen lassen, sündhaft teuer,
was dir egal ist. Mit einer Gravur, einem Satz den ich dir einmal sagte als
wir uns über Bestimmung und Weltschmerz unterhielten. "Für Tommy, meinem
Freund und Gefährten, wir vermissen und lieben dich. Ein Tropfen im Ozean,
der nicht zu sinken vermag. Deine Anna".

Jeden Tag, gehst du ihn besuchen, sprichst mit ihm und weinst ab und zu.
Danach setzt du dich in einen dieser alten Rattanstühle, deines Großvaters.
Trinkst Tee, hälst inne und irgendetwas lässt dein Herz zusammenziehen,
wofür du aber keinen Namen hast. Und das was da über dem kleinen Grab weht
ist nicht der warme Wind, sondern ein Stück deines Lebens und deiner tiefen
Liebe, die dich wie heute...still sein und inne halten lässt.


Für Anna und ihren Kater Tommy

Andreas Gies

http://www.rp-online.de/hps/client/opinio/public/pjsub/production_long.hbs?h
xmain_object_id=PJSUB::ARTICLE::64655&hxmain_category=::pjsub::opinio::/lieb
e_partnerschaft/freundschaft

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http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=90937&IDC=7



13. NABU ruft zum Bambi-Mord auf

Netphen, 01.05.2006: Anlässlich des Kinostarts von ,Bambi II' ruft der
Naturschutzbund NABU in einer Pressemitteilung bundesweit zur "effizienten
Jagd" auf Rehe und Hirsche auf. Begründung: Es gäbe zu viele Rehe und der
der Wald würde durch diese Tiere geschädigt. Die bundesweit agierende
Tierrechtsorganisation "die Tierfreunde e.V." sieht darin einen Aufruf zum
flächendeckenden Bambi-Mord.

Netphen, 01.05.2006: Anlässlich des Kinostarts von ,Bambi II' ruft der
Naturschutzbund NABU in einer Pressemitteilung bundesweit zur "effizienten
Jagd" auf Rehe und Hirsche auf. Begründung: Es gäbe zu viele Rehe und der
der Wald würde durch diese Tiere geschädigt. Die bundesweit agierende
Tierrechtsorganisation "die Tierfreunde e.V." sieht darin einen Aufruf zum
flächendeckenden Bambi-Mord.

Die Realität: Rehe sind Waldrandbewohner, die friedlich auf den Lichtungen
äsen, wenn man sie ließe. Stattdessen werden sie durch den Jagddruck in den
Wald getrieben, wo man sie als Waldrandbewohner kaum antreffen dürfte. Zudem
kann die Population einer Art nur unwesentlich von Beutegreifern, in diesem
Falle den Jägern, beeinflusst werden, da Verluste sofort durch erhöhte
Geburtenraten ausgeglichen werden. Je mehr geschossen wird, desto mehr
Jungtiere gibt es. Die Populationen sind vielmehr von der so genannten
Umweltkapazität wie Futter, Platz und Wettereinflüssen abhängig. Erwiesen
ist schon lange, dass die Jagd nicht notwendig ist, sondern ausschließlich
der "nachhaltigen Nutzung" - also der Tötung der Tiere zum Vorteil des
Jägers dient. Mehr noch: Die Jagd selbst ist der Grund für
Populationsverschiebungen und Wildschäden.

Der Vorsitzende von "die Tierfreunde e.V." Jürgen Foß meint: "Der Wald ist
für die Jäger nichts anderes als eine große Freilandhaltung, in welcher die
Tiere gemästet werden, um sie ,ernten' zu können und vermeintliche Feinde
aus dem Weg geschossen werden". Insbesondere Rehe erleiden oftmals einen
langen qualvollen Tod, weil viele Schüsse "daneben" gehen und die Tiere sich
angeschossen tage- oder gar wochenlang durch den Wald schleppen, bis sie
unter qualvollen Schmerzen verenden. Fünf Millionen Tiere werden jährlich in
deutschen Wäldern hingerichtet; völlig sinnlos und ökologisch
verhängnisvoll.

Dass sich auch Jäger als vermeintliche Naturschützer im NABU engagieren ist
nicht neu. Die Tierfreunde e.V. vertreten hingegen eine klare Haltung: Die
Jäger gehören aus dem Wald gejagt, damit der Wald sich erholen kann, die
Wildschäden abnehmen, die Populationen nicht weiter durcheinander gebracht
werden und das sinnlose Töten ein Ende hat. "Das muss die Botschaft zum
Kinostart von ,Bambi II' sein, statt zum sinnlosen Massenmord aufzurufen",
so Jürgen Foß. Der Tierrechtler abschließend: "Einen Film, der Respekt und
Liebe vermitteln möchte, zum Aufruf für Gewalt und Tiermord zu missbrauchen,
hat mit Natur-, Tier- oder Aufgrund des zunehmenden Artensterbens kommt dem
A. wachsende Bedeutung zu. Artenschutz nichts zu tun".

Ausführliche Informationen zum Thema Jagd unter www.die-tierfreunde.de



Autor: Jürgen Foß

http://www.umweltjournal.de/fp/archiv/AFA_umweltnatur/10402.php


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14. Chefs des Zirkus Giovanni Althoff vor Gericht
Staatsanwalt Hanau wirft Managerin, Dompteur und Ehefrau Verstöße gegen Tierschutzgesetz, Bedrohung und Betrug vor
 
MAIN-KINZIG (gt). Die Staatsanwaltschaft Hanau hat Anklage am Landgericht gegen die Verantwortlichen des Zirkus Giovanni Althoff erhoben, und zwar gegen den Dompteur G. A., seine Ehefrau E. A. und die Zirkusmanagerin B. R. Die Verhandlung beginnt morgen. Das Verfahren wurde durch Anzeige einer Tierschutzorganisation im Frühsommer 2004 anhängig, als der Zirkus im Main-Kinzigzig-Kreis auftrat.
Gegenstand der Anklage sind laut Oberstaatsanwalt Jost-Dietrich Ort sieben Fälle des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz durch Zufügung von länger andauernden oder sich wiederholenden erheblichen Schmerzen und Leiden gegenüber Wirbeltieren im Zeitraum von Anfang 2003 bis Oktober 2004. Im Einzelnen handele es sich einmal um den Vorwurf unzureichender Ernährung und unzureichender Bewegung einer Elefantenkuh, die durch den daraus resultierenden Muskelabbau eine schmerzhafte Fehlstellung der Hinterbeine vorwies, sowie weiterhin den der medizinischen Nichtbehandlung einer Monate lang an einer Lungenkrankheit leidenden, bis zu ihrem Tod im August 2003, ebenfalls afrikanischen Elefantenkuh.
Weitere Anklagepunkte sind tierschutzwidrige Haltungsbedingungen der noch im Besitz des Zirkus befindlichen fünf indischen Elefantenkühe durch täglich 23-stündige Anbindehaltung an Fußketten von 40 bis 120 Zentimeter Länge ohne Anlehn- oder Ablegemöglichkeit oder überhaupt Bewegungsmöglichkeit sowie unterlassene Waschungen und Hautpflege. Letztlich sieht die Staatsanwaltschaft auch bei der Haltung der Elefanten in einer Halle in Mommenheim/Rheinland-Pfalz im Herbst 2004 Verstöße gegen das Tierschutzgesetz durch die weitere praktizierte Anbindehaltung sowie Verwahrung der Tiere bei Temperaturen weit unter den vorgeschriebenen Mindesttemperaturen.
Bei den Kleinpferden wirft die Staatsanwaltschaft den Beschuldigten vor, eines davon trotz chronischer Kniegelenksentzündung ohne Schmerzbehandlung ständig in der Manege eingesetzt, ein anderes rechtswidrig durchgängig allein und praktisch ohne Bewegung gehalten und dem dritten Tier die erforderliche tiermedizinische Hufbehandlung vorenthalten zu haben. Weitere Anklagepunkte sind Beleidigungen und Bedrohungen anlässlich der gerichtlich angeordneten Beschlagnahme von zwei Pferden im August 2004 gegenüber der staatsanwaltlich beauftragten Sachverständigen sowie Betrug zum Nachteil eines Hanauer Möbelhauses durch Nichtzahlung des Mietzinses für den Platz des Auftritts im Juni 2004.
Wegen des Umfangs des Verfahrens hat die Staatsanwaltschaft gegen die insgesamt von sechs Rechtsanwälten verteidigten Beschuldigten Anklage zum Landgericht erhoben. Die zuständige Hanauer Strafkammer wird über die Zulassung der Anklage zu entscheiden haben.  
 
 
http://www.gelnhaeuser-tageblatt.de/sixcms/detail.php?template_i
d=2634&id=2088027&_zeitungstitel=1133845&_resort=1103644&_adtag=
localnews&_dpa
<http://www.gelnhaeuser-tageblatt.de/sixcms/detail.php?
template_id=2634&amp;id=2088027&
amp;_zeitungstitel=1133845&amp;_resort=1103644&amp;_adtag=localne
ws&amp;_dpa
> =


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15. Elefanten und Pferde als Opfer
Montag 29. Mai 2006, 14:23 Uhr
Hanau (ddp-hes). In der Manege gehören sie zu den Lieblingen der Zuschauer. Doch hinter den Zirkuskulissen sollen Elefanten und Kleinpferde teils über Monate hinweg gequält worden sein. Deswegen müssen sich drei Verantwortliche des Zirkus Giovanni Althoff von Mittwoch an in einem Prozess vor dem Landgericht Hanau verantworten. Neben Tierquälerei wirft die Anklage ihnen auch Betrugsversuch und Beleidigung vor.
 
Die Staatsanwaltschaft Hanau hatte im Mai vergangenen Jahres Anklage gegen das Trio erhoben. Sieben Verstöße gegen das Tierschutzgesetz führen
 
die Ermittler auf. Bei den Beschuldigten handelt es sich um den 68 Jahre alten Dompteur Giovanni Althoff, dessen neun Jahre jüngere Frau Evelyn und die 46 Jahre alte Zirkusmanagerin Barbara R.
Zwar ereigneten sich die meisten der monierten Fälle in Rheinland-Pfalz. Doch die Anzeige einer Tierschutzorganisation gegen den Zirkus ging zu einem Zeitpunkt ein, als der Zirkus im Bereich der Hanauer Justizbehörden gastierten. Daher leitete die dortige Staatsanwaltschaft die Ermittlungen und bündelte in ihrer vor einem Jahr erhobenen Anklage mehrere Ermittlungsverfahren, die sich auf Vorgänge zwischen Anfang 2003 und Oktober 2004 beziehen.
 
Die Ankläger werfen dem Trio unter anderem vor, eine Elefantenkuh nicht ausreichend gefüttert zu haben. Eine zweite Elefantenkuh sollen sie in den Monaten vor deren Tod nicht behandelt haben, obwohl diese an einer Lungenkrankheit litt. Als tierschutzwidrig stuften die Ankläger außerdem die Haltung von fünf weiblichen Elefanten in Oppenheim am Rhein im Juli 2004 ein. Täglich seien die Tiere 23 Stunden lang mit Fußketten von teilweise nicht einmal einem halben Meter Länge angebunden gewesen, ohne dass die Dickhäuter sich hätten bewegen, anlehnen oder hinlegen können. Auch das unterlassene Waschen und fehlende Hautpflege der indischen Elefanten moniert die Anklageschrift.
 
Im rheinhessischen Mommenheim wurden die Elefanten nach Ansicht der Hanauer Staatsanwaltschaft ebenfalls angebunden und zudem bei viel zu kalten Temperaturen gehalten. Im Zusammenhang mit drei Kleinpferden wird den Zirkus-Verantwortlichen vorgeworfen, eines davon trotz einer chronischen Knie-Entzündung permanent in der Manege eingesetzt zu haben. Das zweite Reittier hätten sie durchweg allein und praktisch ohne Bewegung gehalten. Dem dritten Pferd sei eine erforderliche Hufbehandlung vorenthalten worden.
 
Weitere Anklagepunkte sind Beleidigungen und Bedrohungen gegen die oberste hessische Tierschützerin Madeleine Martin, die von der Staatsanwaltschaft mit der Beschlagnahme von zwei Pferden beauftragt worden war. Außerdem umfasst die Anklage den Vorwurf des Betruges zu Lasten eines Hanauer Möbelhauses, das dem Zirkus einen Platz vermietet hatte.
 
Die betroffenen Pferde befinden sich derzeit in Bingen. Ein Pony ist nach Auskunft der Staatsanwaltschaft allerdings bereits vor einem halben Jahr gestorben. Von den Elefanten sind zwei in Zoos in Heidelberg und Danzig untergebracht. Die restlichen drei Tiere sind bei einem anderen Wanderzirkus. Die Angeklagten schweigen bislang zu den gegen sie erhobenen Vorwürfen.
 
(ddp)
http://de.news.yahoo.com/29052006/336/elefanten-pferde-opfer.html

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16. Hundehalter-Demo im Stadtpark
Rund 100 Hundehalter haben sich gestern im Stadtpark (Winterhude) aus Protest gegen das neue Hundegesetz zum ersten "Hamburger Wege-Picknick" getroffen.
 
100 Hundehalter protestierten im Stadtpark. Foto: Rauhe
 
 
"Daß unsere Vierbeiner laut Hundegesetz nicht auf öffentliche Wiesen dürfen, ist absurd und macht eine artgerechte Haltung unmöglich", sagte Sigrid Rahlfes von der Initiative "Hamburg mit Hund". Und deshalb hatte die Initiative zum Wege-Picknick eingeladen. Mitten auf dem Fußweg, unweit des Stadtparksees, breiteten um kurz nach 19 Uhr die Hundehalter ihre Decken und mitgebrachten Speisen aus und ließen sich dort gemeinsam mit ihren Vierbeinern nieder. "Die Hunde dürfen nicht auf den Rasen, aber auf die Wege, deshalb sitzen wir jetzt hier", sagte Jule Thumser. Tatsächlich heißt es im neuen Hundegesetz: ". . . der Hundeführer hat sicherzustellen, daß der Hund von Spielplätzen und -flächen, als Liegewiesen genutzte Rasenflächen, Blumenbeeten, Unterholz, Uferzonen und Biotopen ferngehalten wird". Das gilt auch für Hunde, die den Gehorsamstest absolviert haben und somit vom Leinenzwang befreit sind. Gesundheitsbehörden-Sprecherin Katja Havemeister versichert: "Es gibt sehr wohl Rasenflächen in Hamburg, die von Hunden genutzt werden dürfen."
 
ug
erschienen am 7. Juni 2006
http://www.abendblatt.de/daten/2006/06/07/570624.html

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17. Betagten Mietern darf Recht auf Hund nicht verweigert werden
ERSTELLT 08.06.06, 01:30h


Hamburg/Berlin - Betagten Mietern darf die Erlaubnis für die Haltung eines
kleinen Hundes nicht verweigert werden. Zwar könne der Vermieter bei
fehlender mietvertraglicher Regelung im Allgemeinen frei über die
Genehmigung der Tierhaltung entscheiden.
In Einzelfällen müsse aber eine Genehmigung erteilt werden. Das geht aus
einem Urteil des Landgerichts Hamburg hervor, wie der Deutsche Anwaltverein
in Berlin mitteilt (Az.: 334 S 26/01).

In dem Fall wollte sich ein älteres Ehepaar einen kleinen Hund anschaffen,
der Vermieter verbot jedoch die Tierhaltung. Das Ehepaar konnte nach Ansicht
des Gerichts nachvollziehbar darlegen, dass es nach dem Ruhestand sein Leben
durch die Beschäftigung mit dem Hund sinnvoll und Freude bringend ausfüllen
möchte. Ausschlaggebend war für das Gericht, dass die Erlaubnis auch wieder
entzogen werden kann, wenn es durch den Hund zu erheblichen Störungen der
Nachbarn kommen sollte. (dpa/gms)

http://www.ksta.de/html/artikel/1143815619676.shtml

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09.06.2006   dpa
18.Zwei Kinder von Hunden getötet


 Trotz jahrtausendelanger Domestizierung: Hunde bleiben Tiere.

Dortmund/Den Haag/Zagreb/ (dpa) - Hunde haben in Dortmund, Den Haag und
Zagreb zwei Kleinkinder zu Tode gebissen und ein drittes schwer verletzt.
Ein zwei Jahre altes Mädchen wurde am Donnerstag in Dortmund von einem Hund
ins Gesicht gebissen.

Das Tier eines 61-Jährigen habe unangeleint neben seinem Halter auf einer
Wiese in einem Garten gelegen, in dem das Kind spielte, wie die Polizei am
Freitag mitteilte. Nach Zeugenaussagen ging das Mädchen auf den Jack-
Russell-Terrier zu. Dieser habe sich offensichtlich bedroht gefühlt und biss
zu. Das Kind wurde schwer verletzt und kam in eine Klinik.

In den Niederlanden wurde ein acht Tage alter Säugling zu Tode gebissen. Die
28-jährige Mutter entdeckte die schwer zugerichtete Leiche nachts im
Kinderzimmer, als sie noch einmal nach ihrem Sohn schauen wollte. Nach
Angaben der Polizei hat der Hund der Familie, ein Husky, das Baby aus der
Wiege gezerrt und mit seinen Bissen tödlich verletzt. Das Tier soll getötet
werden. Psychologen kümmerten sich um die schockierten Eltern.

Ein Haushund biss in Kroatien den 23 Monate alten Sohn der Besitzer zu Tode.
Das wild gewordene Tier - eine Mischung aus Rottweiler und deutschem
Schäferhund - verletzte auch die zur Hilfe eilende Großmutter, berichteten
Medien am Freitag. Der Unfall trug sich in Blaskovac, nahe der Hauptstadt
Zagreb zu. Ob der Hund eingeschläfert wurde, ist nicht bekannt.

09.06.2006   dpa

http://www.waz.de/waz/waz.politik.volltext.php?zulieferer=dpa&redaktion=bdt&
dateiname=iptc-bdt-20060609-254-dpa_11886220.nitf&kategorie=&catchline=/bren
npunkte/&other=&dbserver=1