1. Demo vor dem Rathaus Dortmund - Abschaffung der Kampfhundesteuer

2. Günther Bloch in Düsseldorf

3.  Urteil: Verhalten des Herrchens macht Hund gefährlich

4. Urteil: Besuch

5. Urteil: Auch Landwirte müssen Hundesteuer zahlen

6. Urteil: BELL- UND KRÄHZEITEN

7. Urteil: Nachbarschutz gegen Hunde verwirkt

8. Pia wurde 21 Jahre alt ˆ Ein Plädoyer für alte Hunde

9. Darf ein Jäger über jedes Gelände gehen

10. Anklage: Jäger drohte Wandersleuten mit der Flinte

11. Bundesbürger geben 2,9 Milliarden Euro für Haustiere aus

12. LEVERKUSEN Zuflucht für vom Aussterben bedrohte Tierarten

13. Baumfrau lebt vegan

14. Elektronischer Ziviler Ungehorsam gegen die Pelzindustrie

15. Wirtschaftsförderung in Grönland/Goldesel Eisbär-Safari?

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1.Demo vor dem Rathaus Dortmund - wir gehen hin

Am Donnerstag, 03. Februar 2005, um 16 Uhr  findet eine Kundgebung  für die Abschaffung der Kampfhundesteuer  in Dortmund statt.
Die Kundgebung wird veranstaltet vom Tierschutzverein
Groß - Dortmund e. V.
Die Arche 90 e. V. Dortmund unterstützt das Ziel der Kundgebung und wird sich daran beteiligen.
Gleichzeitig möchten wir alle Tierfreunde aus Dortmund und auch von außerhalb bitten, an der Kundgebung teil zu nehmen und durch ihr Erscheinen der Veranstaltung Gewicht zu geben.
Das Bemühen des Tierschutzvereines Groß - Dortmund und der Arche 90 e. V. um die Abschaffung der Kampfhundesteuer dient dem Zweck, die Hunde im Tierheim Dortmund wieder vermittelbar zu machen und sie so vor einem traurigen und tristen Dahinvegetieren und Tod im Tierheim zu bewahren!
Wir bitten alle Menschen, denen Tiere und ihr Schicksal nicht gleichgültig sind, diese Bemühungen durch ihre Anwesenheit zu unterstützen.

Fragen bezüglich der Veranstaltung richten Sie bitte an den
Tierschutzverein Gross- Dortmund e.V.
Kleppingstr. 37/ Berswordt-Halle/ D-44135 Dortmund, Telefon: (0231) 81 83 96, Fax: (0231) 83 72 98

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2. Günther Bloch in Düsseldorf - siehe: hier:
http://www.mtw-ev.de/pages/Archiv/bloch.html

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3. VG Karlsruhe: Verhalten des Herrchens macht Hund gefährlich

Beitrag Nr. 57985 vom 02.12.2004

Ein Hund, dessen Wesen eine Sachverständige als ungefährlich eingeschätzt hat, kann dennoch gefährlich sein, wenn der Halter es zulässt, dass er sich auf kleinere Hunde stürzt und sie am Genick packt. Das entschied die 2. Kammer des VG Karlsruhe in einem Urteil, mit dem es die Klage eines Hundehalters gegen einen von der Stadt Pforzheim verhängten Maulkorb- und Leinenzwang abwies.

In den vergangenen Jahren hatte der Hund des Klägers, ein siebenjähriger Dobermann, auf seinen Spaziergängen mehrere Hunde ohne Grund angegriffen. Statt seinen nicht angeleinten Hund zurückzurufen, hatte der Kläger die sich bedroht fühlenden Hundehalter sogar noch verbal angegriffen und teilweise beleidigt. Daraufhin ordnete die Stadt an, dass der Hund an der Leine zu führen sei und einen Maulkorb tragen müsse. Hiergegen wandte sich der Kläger. Nach erfolglosem Widerspruchsverfahren erhob er Klage und legte ein Gutachten einer anerkannten Hundesachverständigen (Ethologin) vor, die seinem Hund bescheinigte, dass er alle durchgeführten Tests gut bestanden habe und ungefährlich sei.


Seine Klage hatte dennoch keinen Erfolg. Der Dobermann habe nachweislich andere Hunde in aggressiver Weise angesprungen und im Genick gepackt, stellte die 2. Kammer fest. Darauf, ob er die anderen Hunde gebissen habe, komme es nicht an. Es genüge, wenn aus Sicht der Hundehalter die begründete Befürchtung bestanden habe, ihr Hund könne verletzt werden. Ein Hund, der sich so verhalte, sei gefährlich, auch wenn er die Hundehalter unbehelligt lasse. Die landesweite Polizeiverordnung über das Halten gefährlicher Hunde schütze nicht nur Menschen, sondern auch Hunde. Die Bescheinigung der Sachverständigen, wonach der Hund des Klägers ungefährlich sei, stehe dieser Einschätzung nicht entgegen, so die Kammer weiter. Es komme auf das nachgewiesene Verhalten des Hundes an. Hierfür trage der Kläger selbst die Verantwortung, weil er nicht bereit sei, auf seinen Hund einzuwirken und ihn von den Angriffen abzuhalten. Möglicherweise seien die aggressiven Reaktionen des Klägers sogar erst der Auslöser dafür gewesen, dass sein von Natur aus gutartiger Hund auf die anderen Hunde losgegangen sei. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Den Beteiligten steht hiergegen die Berufung zu, wenn sie vom VGH Baden-Württemberg zugelassen wird.


Urteil des VG Karlsruhe

Az.: 2 K 2015/03

Quelle: Pressemitteilung des VG Karlsruhe vom 01.12.2004

http://www.lexonline.info/lexonline2/live/professional/index_0.php?lid=90&pr
oductActiveArtnr=13019&xid=57985

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4. Besuchsrecht

Es gehört zu den selbstverständlichsten Rechten des Mieters, zu jeder Zeit und in beliebiger Anzahl Besuch zu empfangen. Nach Angaben des Deutschen Mieterbundes (DMB) spielt es keine Rolle, ob es sich um Damen- oder Herrenbesuch handelt, ob der Besuch regelmäßig oder unregelmäßig kommt oder wann er geht.

Nur ausnahmsweise kann der Vermieter "Hausverbot" für einen Besucher verhängen. Beispielsweise dann, wenn der Besucher in der Vergangenheit wiederholt Ruhestörungen begangen hat oder Gemeinschaftsräume wie Treppenhaus, Flur, Keller usw. beschädigt hat.

Der Besucher kann auch ein Tier, wie zum Beispiel einen Hund, mitbringen. Das gilt auch dann, wenn im Mietvertrag ausdrücklich die Hundehaltung verboten ist. Die Grenze ist da erreicht, wo der Besucher in kurzen und häufigen Abständen regelmäßig den Hund mitbringt oder das Tier nachts öfter in der Wohnung bleibt.

quelle:.
http://www.mieterbund.de/recht/mietrecht_aktuell/mietrecht_a-z/Besuch.htm.ve
r3.html

http://www.123recht.net/forum_topic.asp?topic_id=29613

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5. HERFORD: Auch Landwirte müssen Hundesteuer zahlen


Minden (lnw). Auch ein Bauer muss für seinen Wachhund Hundesteuer zahlen. Das hat das Verwaltungsgericht Minden in einem am Dienstag veröffentlichten rechtskräftigen Urteil entschieden (Az.: 11 K 3527/02). Ein Landwirt aus Herford hatte sich geweigert, Steuern für seinen Boxer-Schäferhund-Mischling zu zahlen.
Er hatte gegen die Stadt geklagt und sich auf ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen berufen: Demnach sind Tiere, die zu gewerblichen Zwecken gehalten werden, nicht steuerpflichtig. Außerdem lebe das Tier nur auf dem Hof und verursache der Kommune daher keine Kosten. Nach Ansicht des Mindener Gerichts passt der Begriff "gewerbliche Zwecke" jedoch nur, wenn das Unternehmen zwingend auf Hunde angewiesen ist - etwa bei einer Schule für Artistenhunde, einer Hundezucht oder einem Tierhandel.
Für einen Bauernhof treffe dies nicht zu.
Auch die Frage, ob der Vierbeiner nur auf dem Hof lebe, sei nebensächlich. Denn eine Hundesteuer sei eine "Aufwandsteuer für die persönliche Lebensführung". Es komme nicht darauf an, ob das Tier Kosten für die Stadt, etwa für die Straßenreinigung, verursache.

http://www.nw-news.de/nw/news/owl_/_nrw/?sid=3426d6cdd7b142e6742226b7b8974f2
f&cnt=278588


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6. BELL- UND KRÄHZEITEN

Hunde und Hähne sind auf einem Grundstück in einem locker bebauten Siedlungsgebiet am Stadtrand so zu halten, dass von ihrem Gebell oder Krähen keine unzumutbaren Beeinträchtigungen für die Nachbarn erwachsen. Danach dürfen Hunde nur zwischen acht und 13 Uhr beziehungsweise 15 und 19 Uhr, nicht länger als zehn Minuten am Stück und höchstens 30 Minuten insgesamt bellen. Hähne dürfen danach nur zwischen acht und 19 Uhr krähen, am Wochenende und an Feiertagen eine Stunde später, also erst ab neun Uhr
(Oberlandesgericht Hamm 22 U 265/87).Tsp
http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/29.
11.2004/1506130.asp#art

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7. Nachbarschutz gegen Hunde verwirkt (19.01.2005)

Koblenz (aho) - Nachbarn haben kein Recht mehr, gegen die Hundehaltung auf dem angrenzenden Grundstück vorzugehen, wenn sie diese jahrelang hingenommen haben. Das Verwaltungsgericht hat die Klage der Nachbarn abgewiesen, die erreichen wollten, dass die Bauaufsichtsbehörde die Hundehaltung auf dem angrenzenden Grundstück untersagt.

Die Kläger aus dem Raum Diez hatten seit 1997 geduldet, dass auf dem eingezäunten Nachbargrundstück fünf Huskys und ein Mischlingshund frei umherliefen oder in einem neu errichteten Zwinger untergebracht wurden. Erst im November 2002 beantragten sie bei der Bauaufsichtsbehörde, den Eigentümern des angrenzenden Grundstücks die Hundehaltung zu untersagen. Sie beklagten sich über die unzumutbare Lärmbelästigung durch das ständige Gebell und Geheul der Hunde und über die erheblichen Geruchsbelästigungen. Die Bauaufsichtsbehörde lehnte ein Einschreiten ab, da sich in den vergangenen Jahren weder die Kläger noch andere Anwohner über die Hunde beschwert hätten.

Die Klage der Nachbarn blieb erfolglos. Die Koblenzer Verwaltungsrichter entschieden, die Nachbarn hätten ihr mögliches Abwehrrecht gegen die Hundehaltung verwirkt. Dies ergebe sich aus den beiderseitigen Rücksichtnahmepflichten im nachbarlichen Gemeinschaftsverhältnis. Ein Grundstückseigentümer müsse jedenfalls wie hier nach spätestens fünf Jahren sicher wissen, ob sich seine Nachbarn mit seiner Grundstücksnutzung abgefunden hätten oder nicht. Denn für ihn sei es unzumutbar, wenn sich die Nachbarn auf unbegrenzte Zeit offen halten könnten, gegen die Grundstücksnutzung vorzugehen.
Außerdem seien Nachbarn verpflichtet, wirtschaftlichen und auch immateriellen Schaden von einander abzuwenden. Die Kläger hätten nach allgemeiner Lebenserfahrung erkennen können, dass mit der Zeit zwischen Mensch und Tier eine vertiefte emotionale Beziehung entstehe und es für die Halter nach so langer Zeit einen schwerwiegenden Eingriff bedeute, wenn sie die Tiere wieder weggeben müssten.

Gegen das Urteil können die Kläger die Zulassung der Berufung beim Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz beantragen.

(Urteil aufgrund der mündlichen Verhandlung vom 2. Dezember 2004 -7 K 2188/04.KO -.)

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8. Pia wurde 21 Jahre alt ˆ Ein Plädoyer für alte Hunde

Pia hat gestern ihre Augen für immer geschlossen...

Sie war ein Segen für meine Seele, ein nicht zu ersetzender unerschütterlicher Fels in der Brandung immer unauffällig aber immer mit einem guten Blick in meiner Nähe und sie hat mir ohne das sie etwas sagen konnte manche Frage beantwortet die ich in mir hatte. Ich brauchte nur in ihre Augen schauen und dann wußte ich was richtig war. Nun ist sie nicht mehr da und ich vermisse sie so sehr.

Sie ein Wegwerfprodukt unserer Gesellschaft. Angeschafft aus Unüberlegtheit oder Langeweile und dann einfach genauso gleichgältig wieder abgegeben. Kam sie vor einigen Jahren im Tierheim in Begleitung ihrer beiden Gefährten im greisen Alter von 18 Jahren an. Wohnungswechsel war der Grund und sie wurde,trotzdem sie immer wieder vorgestellt wurde von keinem genommen.

So blieb sie dann allein zurück und wollte nicht mehr leben. Sie stand einfach nicht mehr auf und urinierte im liegen, blieb dann in ihrer Pipipfütze liegen und verweigerte die Nahrung. Immer sagten die Leute ne, wissen sie ich habe gerade einen Hund verloren und das kann ich nicht. Oder so ein alter Hund muß bestimmt sofort zu Tierarzt und ich hab gerade so viel Geld in meinen verstorbenen Hund gesteckt. Ist die denn überhaupt stubenrein?

Ich schaute mir das eine Weile an und konnte diesen Leidensweg nicht länger ansehen, nahm sie ohne wenn und aber auf und liebte sie vom ersten Tag an abgöttisch. Sie war mein Erdferkel, meine Arbeitspia die riesengroße Äste über kilometerlange Spaziergänge schleppte, die wieder lebendig geworden, Bälle liebte und spielte auch als sie schon langsam und tüddelig geworden immer noch an einen jungen Hund erinnerte, weil ihr Herz wieder froh war..

Sie die keine Güllepfütze ausließ und mit Vergnügen über die Felder strommerte, wurde wieder ein glücklicher Hund.

Ich kann nur sagen all die Leute die sie nicht genommen haben wissen nicht was sie verpasst haben. Sie konnte weinen wie ein Kind wenn ihr etwas wehtat, und sie konnte sich freuen wie eines.

Was ich damit sagen will ist folgendes:
Im Namen von Pia möchte ich es in diese verdammte materiell eingestellte Welt hinausschreien.
- Ist es wirklich so unerträglich wenn man einen Hund hat der einem den Teppich vollpinkelt?
- Der nicht mehr so jung und frisch aussieht?
- Der keinen Garantieschein für ein so langes Leben in der Tasche hat?
- Ist euch diese Liebe zwischen Mensch und Tier eigentlich so wenig wert?
- Wie eng sind die Menschen in ihrem Denken?
- Ist es nur wichtig was die Nachbarn sagen oder was der Besuch denkt?

Meine Möbel haben arg gelitten in den Jahren der Hundehaltung und ich habe auch mal saubere Tapeten und Wände gehabt und ich weiß weil ich es kenne wie unabhängig ein Leben ohne Hunde ist, aber glaubt mir bitte ich möchte mit keinem von denen tauschen die ihr Leben so leben und am Ende ihre Geldscheine mit ins Grab nehmen und sich im Alter an nichts anderes als ihre sauberen Tapeten erinnern können.

Ich dagegen kann mich an ihre wunderbaren Augen erinnern ,an ihren Geruch und ihr zotteliges Fell und ihren Übermut. Ich möchte euch im Namen von Pia bitten solltet ihr noch einmal den Entschluß fassen irgendeinem Tier einZuhause zu schenken nehmt es so wie es ist und lasst es nicht aus Altersgründen dort zurück ich bitte euch seid geduldig und zeigt diesen Tieren das ihr sie mit ihren körperlichen Macken und Fehlern liebt,. denkt daran ihr werdet auch einmal alt.

Möchtet ihr das selbe Schicksal erleiden? Aus Altersgründen irgendwo einsam in der Ecke liegen und vergessen werden? Euer Hund würde euch nie vergessen. Deswegen frage ich mich, warum legen die Menschen soviel Wert auf das Denken ihrer Mitmenschen? Diese Menschen sind es doch die so Gefühlskalt reagieren.

Pia wird mir leider keiner mehr wiedergeben können, aber ich bitte euch nun, prüft doch mal nach ob ihr nicht noch einen Platz frei habt für irgendeinen alten Hund der vielleicht sehr glücklich wäre wenn er euch auf den Teppich pinkeln dürfte. Einen alten Hund begleiten zu dürfen macht euch weise, ihr werdet zufrieden und ihr werdet die wichtigen Dinge im Leben zu schätzen wissen.

Ich bitte euch im Namen von Pia um Weiterverbreitung , Gruß R.

http://forum.ksgemeinde.de/showthread.php?t=44669


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9. Darf ein Jäger über jedes Gelände gehen


Eine Treibjagd führte über das Areal der Hundeschule an der Schinkelshütte bei Neersen. Rein rechtlich müssen die Jäger vor jedem Schuss das Risiko abwägen.

Schiefbahn. Nicole Breloer fühlte sich bedroht. Die junge Besitzerin der Willicher Hundeschule an der Schinkelshütte zwischen Neersen und Niederheide war gerade mit ihren eigenen Tieren auf dem Gelände unterwegs, als sich übers Feld eine Gruppe von Jägern näherte. "Genau auf uns zu wurde eine Treibjagd veranstaltet", berichtet Breloer. Obwohl das schon ein paar Tage her ist, kann sie es immer noch nicht fassen: "Die müssen doch auch Abstände zur Wohnbebauung einhalten, wenn sie mit Gewehren schießen."

Jäger und Landwirte hatten von Anfang an gegen die Ansiedlung der Hundeschule auf freiem Feld Bedenken angemeldet. Doch nach anfänglichem Ärger schien sich die Sache beruhigt zu haben. Was Nicole Breloer deshalb zusätzlich ärgerte: Ein Jäger sei quer über das eingezäunte Gelände der Hundeschule gelaufen.

Zur Rede gestellt, ob er das dürfe, habe er aber nur mit den Achseln gezuckt und geantwortet: "Das sehen Sie doch, was ich darf." Breloer rief darauf die Polizei an, doch die habe ihr lediglich erklärt, während der Jagdsaison müsse sie mit solchen Situationen leben.

Das sieht Joachim Werner, zuständiger Abteilungsleiter bei der Unteren Jagdbehörde des Kreises Viersen, aber nicht so. "In der Ausbildung für
die Jungjäger ermahnen wir diese immer wieder, freundlich zur Bevölkerung zu sein", betont er. Aber offenbar kennt er seine Pappenheimer: "Was den Sprachgebrauch der Jäger angeht, lässt dieser manchmal zu wünschen übrig."

Die rechtliche Situation erklärt er folgendermaßen: Grundsätzlich könnten alle Grünflächen mit zu einer Jagdgenossenschaft gezählt werden. Für die Jagd gibt es dann Entschädigungen, die unter anderem über die Pacht der Jäger gezahlt würden. Schwierigkeiten gebe es schon mal, wenn Reitställe nicht von einer bevorstehenden Jagd informiert würden. Dann gingen schon mal die Pferde durch. "Deshalb raten wir immer, im Vorhinein Bescheid zu sagen", so Werner.

An sich sei dies bei einer Hundeschule nicht nötig. Aber: Die Jäger müssen sich an das Gesetz halten. Das besagt: Wo die Jagd öffentliche Ruhe oder Sicherheit stört beziehungsweise Menschenleben gefährdet, ist sie verboten definitiv. Geht ein Jagdrevier um einen Kinderspielplatz herum und schießt der Jäger mit dem Rücken zum Platz, begeht er keine Gefährdung. "Das muss er aber im Einzelfall sehen", betont der Fachmann, der auch gleichzeitig Vorsitzender des Jägerprüfungsausschusses ist.

13.01.05 Von Werner Dohmen und Peter Korall
 Willich / Tönisvorst
"tierrechte" <volker.koenig@imail.de

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Aus dem GERICHTSSAAL

Die Rehe verscheucht

10. Anklage: Jäger drohte Wandersleuten mit der Flinte

Beelitz - Dietmar D.* (66) saß am Abend des 7. Juli 2004 auf einem Hochstand in Beelitz, das Gewehr im Anschlag, Rehwild im Visier. Dann kamen drei Spaziergänger mit ihren Hunden. Die Rehe flüchteten in großen Sätzen. Der Jäger schwang sich wutentbrannt in sein Auto, traf an einem Spargelfeld wenig später erneut auf die Personengruppe. „Er hielt an und brüllte, er werde unsere Hunde erschießen, wenn wir sie das nächste Mal wieder frei herumlaufen lassen“, berichtet Karina K.* (37) im Zeugenstand. „Dabei waren die Windhunde an der langen Laufleine. Das hat er wohl im ersten Moment nicht gesehen.“

Statt Ruhe zu geben, habe der Mann erregt und aggressiv erklärt, zwei Stunden nach Sonnenuntergang hätten sie in dieser Gegend nichts zu suchen. Er könne nicht immer genau sehen, worauf er schießt. „Unter Umständen würde es uns dann genauso ergehen, wie der jungen Frau in Neustadt/Dosse, die jetzt im Rollstuhl sitzt“, so die Zeugin. „Ich sah das Gewehr auf dem Beifahrersitz und hatte in dem Moment richtige Angst.“

Dietmar D. – angeklagt wegen Bedrohung mit einem Verbrechen – wiegelt ab. „Ich hatte am Morgen zufällig in der Zeitung gelesen, ein Jäger habe eine Frau, die sich widerrechtlich im Maisfeld aufhielt, für ein Wildschwein gehalten und einen Schuss abgegeben. Mit diesem Beispiel wollte ich die Leute warnen. Schließlich ist es ein Risiko, sich im Jagdgebiet aufzuhalten.“ Keinesfalls habe er geäußert, den Hunden und ihren Haltern absichtlich etwas anzutun, beteuert der Jäger. „Die Waffe war selbstverständlich entladen.“

„Meine Frau und ich wollten mit unseren Hunden ein neues Spargelfeld in der Nähe unseres Hauses umrunden. Da schien die Sonne übrigens noch. Plötzlich kam Herr D. rasant auf uns zugefahren, dass es nur so staubte, und schrie, wir müssten damit rechnen, angeschossen zu werden“, empört sich Karsten K.* (41). „Er hat uns schlichtweg verboten, auf dem Feldweg spazieren zu gehen.“ Dann habe er die Sache mit dem Wildschwein zum Besten gegeben. „Bei mir kam das so an, als wolle er uns klarmachen, dass einem Jäger sowieso nicht viel passiert, wenn er einen Menschen erwischt.“

Der Verteidiger von Dietmar D. mischt sich ein. Zufällig habe er auch jenen Schützen juristisch vertreten, der die Maispflückerin mit einem Schwarzkittel verwechselte. „Das war ein tragischer Unfall. Der Mann erhielt eine Bewährungsstrafe“, stellt der Rechtsanwalt klar. Keinesfalls habe Dietmar D. den Ausgang dieses Verfahrens als Freibrief verstanden, verantwortungslos herumzuballern. „Haben Sie sich über die Spaziergänger geärgert, die Ihnen die Rehe verscheuchten, oder wollten Sie sie wirklich nur warnen?“, fragt der Staatsanwalt. „Die Leute sollten die Hunde an die Leine nehmen. Beim ersten Mal liefen die nämlich frei im Wald herum“, beharrt der Angeklagte. Da er bislang nicht vorbestraft ist, stellt das Gericht das Verfahren gegen Zahlung einer Geldauflage von 600 Euro ein. (*Namen geändert.) Hoga


http://www.pnn.de/potsdam/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-
pnn.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/14.01.2005/1589960.pnn#
<http://www.pnn.de/potsdam/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-
pnn.php?ran=on&amp;url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/14.01.2005/1589960.pnn>

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11. Bundesbürger geben 2,9 Milliarden Euro für Haustiere aus (Korrespondentenbericht Fröhlich bis 16.00 Uhr)

 Berlin (AP) Die Bundesbürger haben im vergangenen Jahr 2,9 Milliarden Euro für Haustiere ausgegeben. Zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin erklärte der Präsident des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe, Klaus Oechsner, am Dienstag in Berlin, mit 22,9 Millionen würden inzwischen 200 Millionen Heimtiere mehr in Deutschland gehalten als im Jahr zuvor. Am beliebtesten sind nach wie vor die Katzen.

Die meisten Heimtiere in Europa wurden laut Angaben von Euromonitor im Jahr 2004 in Russland gehalten (rund 35 Millionen), gefolgt von Italien mit 30,7 Millionen und Frankreich mit etwa 29,4 Millionen. Die Anzahl der Tiere erlaube allerdings keine Rückschlüsse auf die Tierliebe und artgerechte Haltung der Heimtiere in den jeweiligen Ländern, erklärte Oechsner. So seien in Italien und Russland die Ausgaben für die Ernährung und Pflege der Tiere geringer als in Deutschland.

An dritter Stelle im europäischen Vergleich gaben die Deutschen im abgelaufenen Jahr 2004 insgesamt über 2,9 Milliarden Euro für ihre Heimtiere aus. Davon entfielen auf Heimtierzubehör rund 745 Millionen Euro und auf Futtermittel etwa 2,2 Milliarden Euro. Die Engländer investierten mit 3,5 Milliarden Euro sowie die Franzosen mit rund drei Milliarden Euro sogar noch mehr Geld für die Heimtierhaltung.

Oechsner erklärte, in Deutschland lebten derzeit rund 22,9 Millionen Heimtiere, wobei die Fische nicht mitgerechnet würden. Nach einer vom Industrieverband Heimtierbedarf in Auftrag gegebenen Studie gibt es in deutschen Haushalten rund 7,3 Millionen Katzen. Auf Platz zwei rangieren etwa 5,9 Millionen Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen und Mäuse. Danach folgen rund fünf Millionen Hunde und 4,6 Millionen Ziervögel.

Millionen von Zierfischen tummeln sich in etwa 1,9 Millionen Aquarien und 1,2 Millionen Gartenteichen. Auch die Terraristik wird immer beliebter: Die Reptilien und Amphibien hausen in etwa 400.000 Terrarien.

Die meisten Heimtiere leben nach Angaben des Verbands bei Paaren ohne Kinder und allein Stehenden ab 40 Jahren. Diese Gruppen halten 60 Prozent aller Katzen, 59 Prozent der Hunde, 58 Prozent der Ziervögel und 48 Prozent der Zierfische. Bei Kleintieren wie Meerschweinchen, Kaninchen oder Mäusen sieht es anders aus: Am Zusammenleben mit diesen Tieren haben vor allem junge und ältere Paare mit Kind sowie junge Singles Interesse.

Auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin, die am Freitag zunächst für Fachpublikum ihre Pforten öffnet, werden in der Publikumsschau Heimtier und Pflanze mehr als 5.000 Tiere gezeigt, darunter 4.000 Fische. Eine Attraktion ist die «Lumpenpuppe» (Ragdoll), eine Katze, die ihren Namen wegen ihrer Eigenschaft bekommen hat, alle Muskeln zu entspannen, wenn sie hochgenommen wird. Sie lässt sich dann wie eine Stoffpuppe vollkommen hängen.

http://www.heim-tier-pflanze.de/

http://www.zzf.de/

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12. LEVERKUSEN Zuflucht für vom Aussterben bedrohte Tierarten

VON JÜRGEN WASSE, 14.01.05
Der Wildpark Reuschenberg arbeitet seit Jahren an einem der anspruchsvollsten Artenschutzprogramme in der Region.

Auf den ersten Blick gleichen die blaugrau gefiederten Vögel in der Voliere am Reuschenberg jenen (Haus-)Tauben, die in Stadt und Land allgegenwärtig und nicht wenigen Zeitgenossen sogar recht lästig sind. Und doch handelt es sich um eine sehr seltene Spezies, nämlich um asiatische Klippentauben, die wie viele andere Tierarten in ihrem Bestand bedroht sind. Bei Klippentauben allerdings zeitigen andere Ursachen als sonst üblich recht fatale Wirkungen. Weil die ursprünglich in freier Natur und weithin menschenleeren Gegenden zwischen dem Ural und Tibet - vorzugsweise in bergig-felsigem Gelände - beheimateten Tiere sich in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend mit den von Menschen domestizierten Tauben vermischten, ist die Artenreinheit der Klippentaube mittlerweile höchst gefährdet. Dennoch gilt sie bisher offiziell als nicht schützenswert, ist also immer noch buchstäblich „vogelfrei“. In Zusammenarbeit mit der Uni Osnabrück hat Klaus Kretzschmar (52), Leiter des Leverkusener Wildparks, sich deshalb der Erhaltung dieser Taubenart gewidmet.

 Seit etwa 15 Jahren hat er einen Bestand von mittlerweile 50 Tieren gezüchtet. Auswildern jedoch - eine weitere Spezialität des heimischen Tierparks - hat keinen Sinn, eben wegen der bereits beschriebenen Gefahr der neuerlichen Vermischung. So bleibt nur, die Taubenart auf möglichst viele zoologische Einrichtungen zu verteilen. Mit anderen Tieren dagegen hat Kretzschmar, von Haus aus Diplom-Biologe, in Sachen Aufzucht und Auswilderung bedrohter heimischer Arten schon große Erfolge erzielen können.

 Beispiele sind neben dem Uhu, noch jüngst von den deutschen Naturschutzverbänden zum Vogel des Jahres gekürt, auch das Haselhuhn, der Schwarzstorch, Fischotter und die Wildkatze. Sogar der gemeine Haussperling genießt inzwischen Schutzstatus und wird nachgezüchtet, ist er doch durch die allgemeine Zerstörung seiner angestammten Lebensräume ebenfalls zunehmend bedroht. Der Schwarzstorch, einst ein gängiger Bewohner mitteleuropäischer Wälder, ist wie der Fischotter offiziell ins Europäische Erhaltungszuchtprogramm aufgenommen worden.

Die Auswilderung des Nachwuchses der auf dem Reuschenberg gezüchteten Wildtiere stellt die Experten vor zusätzliche Schwierigkeiten. Bei den Schwarzstörchen etwa muss der Zeitpunkt abgepasst werden, da sie ihre im Wildpark gestutzten Flügelfedern verlieren. Ohne gestutzte Flügel wiederum würden sie gar nicht in ihrem Gehege gehalten werden können. Junge Wildkatzen werden mit etwa einem Jahr ausgewildert, nachdem sie eine Art Schulungs- und Aufbauprogramm in Sachen Jagen absolviert haben.

Vielfach sind es verletzte Fundtiere, die im hiesigen Wildpark aufgenommen und aufgepäppelt werden. Eine weitere Quelle sind die Zollbehörden, die illegale Einfuhren von seltenen Tieren beschlagnahmen. Auch ein Austausch zwischen den rund 640 zoologischen Einrichtungen in Deutschland hilft, den Tierbestand zu erhalten, wo möglich auch zu erhöhen. Das alles ist bitter notwendig, denn im Ankaufetat des Tierparks steht seit Jahren eine Null. Lediglich der Förderverein kann helfen, und tut dies auch, wenn Kretzschmar Geld für den Ankauf eines Tieres benötigt.

Was dem Leiter des Wildparks dagegen immer mehr und „vielfach überflüssige“ Probleme bereitet, ist die immer weiter wachsende Zahl von Gesetzen, Vorschriften und Verordnungen - nach einer kleinen Auflistung sind es derzeit annähernd zwei Dutzend. Da müssen Berichte geschrieben werden, um Anträge auf Genehmigungen stellen zu können, da binden ständig neue oder geänderte Richtlinien enorm viel Arbeitszeit, „die ich eigentlich“, sagt Kretzschmar, „viel lieber den Tieren widmen würde“. Neben seiner Mitarbeit an Publikationen und Dissertationen sowie dem Verfassen eigener Veröffentlichungen ist der 52-Jährige seit Jahr und Tag auch in diverse Forschungsprojekte eingebunden, die allesamt mit den Artenschutz- und Aufzuchtprogrammen zu tun haben. Dabei hilft ihm, dass „eine Hand die andere wäscht“. So wie er Forschungsmaterial zur Verfügung stellen kann, so übernehmen einschlägig tätige Institute notwendige genetische Untersuchungen, bei denen es darauf ankommt, dass nachgezüchtete Wildtiere rasserein sein und bleiben müssen. „Nur dann“, weiß Kretzschmar, „sind die Tiere auch zur Auswilderung geeignet.“

(KStA)
http://www.ksta.de/servlet/CachedContentServer?pagename=
ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1105553521639&open
Menu=987490165154&calledPageId=992279212975&listid=994349850171


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13)   VEBU-Pressemeldung 18.01.2005
Baumfrau lebt vegan
   Hannover, 18. Januar 2005 ˆ Umweltaktivistin Julia Butterfly Hill, in den Medien weltweit vor 5 Jahren  bekannt geworden als ≥Baumfrau„ und ≥Jeanne dŒArc der Wälder„ lebt vegan - und konsumiert somit keine tierischenProdukte. So sagte sie in einem aktuellen Interview mit dem VEBU-Magazin ≥natürlich vegetarisch„, sie verstehe  ihre rein pflanzliche Lebensweise als etwas Revolutionäres - ≥eine Revolution für den Frieden„.
    Die Gründerin der Umweltschutz-Organisation ≥Circle of Life„ bestieg 1997 als 22-jährige einen  1000-jährigen Baum in Nordkalifornien, um eine Protestaktion gegen den Kahlschlag eines uralten, unersetzlichen  Waldes durchzuführen. Sie lebte 738 Tage auf ≥Luna„, wie der Baum, ein Redwood, getauft wurde und ließ sich  trotz massiver Bedrohungen der  Holzverarbeitenden Industrie nicht vertreiben. Erfolgreich. Die Folge war ein Vertrag über den dauerhaften Schutz von Luna und einer  sich auf etwa 70 Meter um sie herum erstreckenden Pufferzone. VEBU-Sprecher Hilmar Steppat: ≥Julias Aussage  ist mehr als zutreffend: Die vegane Lebensweise ist eine nachhaltige Ernährung bei der zudem auf Genuss nicht verzichtet werden muss.  Allein einen Tag wöchentlich auf Probe ohne Tierisches zu kochen, ist ein wichtiger Beitrag jedes Einzelnen: Würde die Menschheit z.B. nur 10% weniger Fleisch und Tierprodukte konsumieren, könnten über eine Milliarde  Menschen mehr ausreichend ernährt werden. So hat eine Ernährung ohne tierisches Eiweiß nach neuesten  ernährungswissenschaftlichem Forschungsergebnissen nicht nur enorme  gesundheitliche Vorteile für den  Einzelnen.  Die immer populärer werdende vegane Ernährung kann ein Schritt zu einer friedlicheren Welt sein - mit weniger  hungernden Menschen - und somit  einen Beitrag zu einer stabilen Weltlage leisten.„

Informationen für die Presse
Der VEBU wurde 1892 gegründet und ist eine Interessenvertretung der  unterschiedlichen vegetarischen Lebensstile.  Im VEBU finden sich Menschen  zusammen, die vegetarisch oder vegan, seit kurzer Zeit oder schon seit   Generationen ≥fleischlos glücklich„ leben. Der VEBU ist unabhängig von  Wirtschaftsverbänden und weltanschaulich  und parteipolitisch neutral;  distanziert sich jedoch von allen extremistischen, wie z.B. von rechten und   rechtsradikalen Positionen, Organisationen und Parteien. Ziel des  Verbandes ist es, den Fleischkonsum in der  Gesellschaft deutlich zu senken  sowie die vegetarische Lebensweise als attraktive Alternative möglichst  vielen  Menschen zugänglich zu machen.

Für Interviewwünsche
Chefredaktion natürlich vegetarisch, Hilmar Steppat, redaktion@vebu.de,
Tel. 0511 - 647 97 55
Umweltaktivistin Julia Butterfly Hill, Foto
Diese Pressemeldung im Internet:
http://vegetarierbund.de/aktuelles/pressemeldungen/presse_2005_01_14.htm

Vegetarier-Bund Deutschlands e.V., Blumenstr. 3, 30159 Hannover,
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14. Elektronischer Ziviler Ungehorsam gegen die Pelzindustrie

14.02.2005


Am 14.02.2005 und die Tage danach werden AktivistInnen auf der ganzen Welt eine Aktion des virtuellen zivilen Ungehorsams setzen, um gegen die brutalen, tierquälerischen Machenschaften der Pelzindustrie zu protestieren.


Die Pelzindustrie
Pelz ist grundsätzlich und ausnahmslos mit Qualen und mit Tod verbunden. Niemand kann ein Stück Pelz tragen - und sei es noch so klein - ohne dass dafür ein Tier umgebracht werden musste. Die Pelzindustrie, hat kein Interesse daran, ob Tiere leben wollen. Ihr einziges Ziel ist es, möglichst viele Pelzprodukte abzusetzen und steht damit im Gegensatz zu den Interessen der betroffenen Tiere, die für ihre Felle umgebracht werden.
Jährlich fallen dieser Industrie ca. 50 Millionen Tiere zum Opfer: Füchse, Nerze, Chinchillas, Waschbären, Hamster etc. Die meisten von ihnen werden monatelang auf Pelztierfarmen, hauptsächlich in Nordamerika, Skandinavien, Russland und China gefangen gehalten. Durch die Enge in ihren winzigen Käfigen, in denen sie keinerlei Beschäftigungsmöglichkeiten haben, erleiden sie zwangsläufig psychische Schäden. Dies führt dazu, dass sich viele der betroffenen Tiere gegenseitig verletzen oder stereotype Verhaltensweisen aneignen. Im Winter, wenn ihr Fell am dichtesten ist, wird jedes einzelne von ihnen mit Gas erstickt oder per Genickbruch oder Stromschlag getötet. Ganz im Interesse der Pelzindustrie.


Elektronischer Ziviler Ungehorsam
Vor kurzer Zeit erst haben TierrechtlerInnen das Internet als weitere Aktionsebene gegen Tierausbeutung entdeckt. Ähnlich wie bei zivilem Ungehorsam im 'wirklichen Leben', wo Menschen ihre Körper als Blockademittel einsetzen, kann auch der Computer dafür verwendet werden.
Bei der Aktion ab dem 14.02. wird der sogenannte 'Protest Online Chat' eingesetzt werden. Ähnlich einem Chatforum können sich dabei Menschen via Internet miteinander unterhalten, während im Hintergrund für jedes gechattete Wort ein E-Mail an ein ausgewähltes Ziel verschickt wird. Je mehr Menschen sich daran beteiligen und je mehr Text über das Chatforum geht, desto mehr Mails werden an das gewählte Ziel verschickt. Damit werden die Mailzugänge der betroffenen Unternehmen geflutet und im Optimalfall blockiert. Für die Teilnahme an dieser Aktion ist kein besonderes Wissen notwendig!
Elektronischer Ziviler Ungehorsam ist nicht illegal. Und das wird bis auf weiteres sicher auch so bleiben. Denn es ist praktisch unmöglich hunderte Online-AktivistInnen, die auf der ganzen Welt verstreut leben, zur Rechenschaft zu ziehen. Es geht aber auch gar nicht darum, sich der Verantwortung der eigenen Aktionen zu entziehen. Menschen, die zivilen Ungehorsam praktizieren, stehen dazu und sind stolz darauf.


Wie kann ich teilnehmen?
Am Morgen des 14.02.2005 wird auf der Website www.ecd-fur.com der Link zum 'Protest Online Chat' veröffentlicht werden. Dort werden alle weiteren Schritte genau erklärt sein. Es wird auch genaueres zum Ziel der Aktion und den Hintergründen erklärt sein. Ausserdem braucht ihr einen 'Macromedia Shockwave Player'. Ladet ihn hier gratis runter und installiert ihn: http://www.macromedia.com/shockwave/download
Dann könnt ihr loslegen: Über einige Tage mit anderen AktivistInnen chatten und Texte posten. Und damit der Pelzindustrie zeigen, dass es an der Zeit ist, dass das Leben der Tiere über den Profitinteressen gieriger Unternehmen steht.


Zieht der Pelzindustrie das Fell über die Ohren!
Elektronischer ziviler Ungehorsam
14.02.2005    www.ecd-fur.com



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15. Wirtschaftsförderung in Grönland
Goldesel Eisbär-Safari?



KOPENHAGEN – Zur Ankurbelung der Wirtschaft ist Grönland offenbar jedes Mittel recht: Die Regierung will künftig Touristen die Jagd auf Eisbären erlauben.


 Mit neuen Stellen für Jagdführer & Co. soll der stagnierenden Wirtschaft im Nordwesten des Landes ein Aufschwung beschert werden.

«Wir denken, dass Leute kommen werden, die auf der Suche nach wirklich grossen Trophäen sind und sonst auf Elefantenjagd gehen», sagte ein Vertreter der grönländischen Fremdenverkehrsbehörde. Es gebe bereits grosses Interesse am der Eisbärenjagd, berichtete die dänische Nachrichtenagentur «Ritzau» heute.

Bisher ist nur Jägern mit dauerhaftem Wohnsitz auf Grönland die Jagd auf Eisbären gestattet. Den Angaben zufolge werden zurzeit jährlich 50 bis 100 der Tiere getötet.

http://www.blick.ch/news/news3097